Ihr Pathologiebericht für gangränöse Cholezystitis

von Jason Wasserman MD PhD FRCPC
26. Februar 2025


Die gangränöse Cholezystitis ist eine schwere und lebensbedrohliche Form der Gallenblasenentzündung . Sie entsteht, wenn die Gallenblase nicht ausreichend durchblutet wird und dadurch Gewebe abstirbt. In der Folge kann es zu Infektionen, einem Platzen der Gallenblase oder anderen schwerwiegenden Komplikationen kommen, die eine Notfallbehandlung erforderlich machen.

Was sind die Symptome einer gangränösen Cholezystitis?

Die Symptome einer gangränösen Cholezystitis ähneln denen einer normalen Gallenblasenentzündung (Cholezystitis), sind jedoch tendenziell schwerwiegender.

Häufige Symptome sind:

  • Starke und anhaltende Schmerzen im rechten oberen Bauchbereich oder in der Magenmitte.
  • Fieber und Schüttelfrost, die auf eine Infektion hinweisen können.
  • Übelkeit und Erbrechen.
  • Ein schneller Herzschlag (Tachykardie).
  • In einigen Fällen Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und Augen).

Diese Symptome erfordern sofortige ärztliche Hilfe , da eine gangränöse Cholezystitis schnell lebensbedrohlich werden kann.

Was verursacht eine gangränöse Cholezystitis?

Eine gangränöse Cholezystitis entwickelt sich meist aus einer unbehandelten oder schweren akuten Cholezystitis , einer Entzündung der Gallenblase. Die häufigste Ursache sind Gallensteine, die den Gallenfluss blockieren und so zu einer Entzündung führen. Bleibt die Blockade bestehen, kann die Gallenblase mit der Zeit ihre Blutversorgung verlieren, was zum Absterben von Gewebe (Gangrän) führt.

Weitere Risikofaktoren sind:

  • Diabetes oder andere Erkrankungen, die den Blutfluss beeinträchtigen.
  • Älteres Alter.
  • Geschwächtes Immunsystem.
  • Schwere Infektionen, die sich auf die Gallenblase ausbreiten.

Wie wird diese Diagnose gestellt?

Ärzte diagnostizieren eine gangränöse Cholezystitis anhand von Symptomen, bildgebenden Verfahren und manchmal auch einer Operation. Ein CT-Scan oder Ultraschall des Bauches kann eine Verdickung der Gallenblasenwand, abgestorbenes Gewebe oder Flüssigkeitsansammlungen zeigen. Blutuntersuchungen zeigen oft Anzeichen einer Infektion oder Entzündung. In vielen Fällen wird die Diagnose während einer Operation zur Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie) bestätigt, wenn der Arzt das beschädigte Gewebe direkt sieht.

Mikroskopische Merkmale

Nach der Entfernung der Gallenblase untersucht ein Pathologe das Gewebe mikroskopisch. Bei gangränöser Cholezystitis wird die normale Gallenblasenschleimhaut durch nekrotisches (abgestorbenes) Gewebe ersetzt, und in manchen Bereichen sind keine überlebenden Zellen mehr vorhanden. Häufig tritt eine starke Entzündungsreaktion mit einer großen Anzahl weißer Blutkörperchen auf, da der Körper versucht, die Infektion zu bekämpfen. Bakterien und Zelltrümmer können ebenfalls sichtbar sein, insbesondere bei einer Infektion der Gallenblase. Eine weitere wichtige Eigenschaft ist die Schädigung der Blutgefäße, da die Unterbrechung der Blutversorgung zum Gewebetod beiträgt. Diese mikroskopischen Befunde bestätigen die Diagnose und helfen, andere Erkrankungen der Gallenblase auszuschließen.

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