von Jason Wasserman MD PhD FRCPC und David Li MD
May 29, 2025
Haarzellleukämie (HCL) ist eine seltene, langsam wachsende Krebsart, die Blut und Knochenmark befällt. Sie entsteht, wenn der Körper eine übermäßige Anzahl von abnormalen weiße Blutkörperchenspeziell B-ZellenDiese abnormen Zellen weisen charakteristische feine, haarähnliche Fortsätze auf, die unter dem Mikroskop sichtbar sind. Daher stammt auch der Name „Haarzellleukämie“. Haarzellleukämie betrifft typischerweise das Knochenmark, das Blut und die Milz.
Die Symptome der Haarzellenleukämie können von Person zu Person sehr unterschiedlich sein, umfassen aber im Allgemeinen:
Bei manchen Patienten kann es auch zu einer Vergrößerung der Leber kommen, obwohl vergrößerte Lymphknoten zu Beginn der Erkrankung selten sind.
Die genaue Ursache der Haarzellleukämie ist noch nicht vollständig geklärt. Allerdings sind bestimmte genetische Mutationen, insbesondere eine Mutation, bekannt als BRAF V600E, treten in über 95 % der Fälle auf. Umweltfaktoren wie der Kontakt mit Pestiziden oder Benzol werden ebenfalls mit einem erhöhten Risiko für die Erkrankung in Verbindung gebracht. Darüber hinaus kann eine genetische Veranlagung bestehen, da Haarzellleukämie gelegentlich familiär gehäuft auftritt.
Haarzellleukämie ist sehr selten und macht etwa 2 % aller LeukämienMänner sind häufiger betroffen als Frauen, etwa viermal häufiger. Sie betrifft typischerweise Erwachsene um die 60 Jahre und ist bei Kindern und jungen Erwachsenen äußerst selten. Die Krankheit tritt häufiger bei Menschen europäischer Abstammung auf als bei Menschen asiatischer, afrikanischer oder arabischer Abstammung.
Haarzellleukämie betrifft vor allem Knochenmark, Blut und Milz. In seltenen Fällen können auch andere Organe wie Leber, Lymphknoten, Haut, Knochen, Brust oder Gehirn betroffen sein. Diese Fälle sind jedoch selten.
Zur Diagnose einer Haarzellleukämie kann Ihr Arzt Blut- und Knochenmarkuntersuchungen anordnen. Pathologe untersucht das Blut unter dem Mikroskop und sucht nach abnormalen „haarigen“ B-Zellen. Ein Knochenmark Biopsie ist oft notwendig, wobei eine kleine Knochenmarkprobe entnommen und unter dem Mikroskop untersucht wird. Pathologen suchen nach Haarzellen, die das charakteristische Aussehen aufweisen, das oft als „Spiegelei“-Aussehen aufgrund der reichlichen Zytoplasma umgibt die Kerne.
Mehrere spezielle Tests können zur Bestätigung einer Haarzellenleukämie beitragen:
Haarzellleukämie hat typischerweise eine sehr gute Prognose, insbesondere mit modernen Behandlungsmethoden. Chemotherapie mit sogenannten Purinanaloga (wie Cladribin und Pentostatin) ist hochwirksam und führt oft zu einer langanhaltenden Remission. Bei Patienten, die nicht vollständig auf die Therapie ansprechen oder einen Rückfall erleiden, haben sich neuere zielgerichtete Therapien, wie beispielsweise Medikamente zur Hemmung der BRAF-Mutation, als erfolgreich erwiesen. Regelmäßige Nachuntersuchungen und die Überwachung auf Anzeichen eines Rückfalls oder einer minimalen Resterkrankung können zu bestmöglichen Ergebnissen beitragen.