Ihr Pathologiebericht für hochgradige Dysplasie des Kehlkopfes

von Jason Wasserman MD PhD FRCPC und Zuzanna Gorski MD
1. April 2025


Hochgradige Dysplasie des Kehlkopfes, auch bekannt als schwere keratinisierende Plattenepitheldysplasieist eine präkanzeröse Erkrankung, bei der Plattenepithelzellen im Kehlkopf (Larynx) abnorm wachsen. Dysplasie bedeutet, dass die Zellen unter dem Mikroskop abnormal aussehen und sich nicht normal entwickeln. Unbehandelt kann sich hochgradige Dysplasie zu einem Plattenepithelkarzinom entwickeln. Diese Erkrankung betrifft in der Regel Erwachsene über 40 Jahre.

Ist hochgradige Dysplasie invasiv?

Eine hochgradige Dysplasie im Kehlkopf gilt als nicht-invasive Erkrankung, da die abnormen Zellen in der Oberflächenschicht des Gewebes, dem sogenannten Epithel, verbleiben. Im Gegensatz dazu ist das Plattenepithelkarzinom invasiv, d. h. die Krebszellen sind tiefer in das darunterliegende Gewebe (Stroma) eingedrungen.

Hochgradige Plattenepitheldysplasie

Teile des Kehlkopfes

Der Kehlkopf befindet sich im oberen Teil des Halses, direkt über der Luftröhre. Seine Hauptfunktionen sind der Schutz der Atemwege und die Schallerzeugung.

Der Kehlkopf ist in drei Teile unterteilt:

  • Supraglottis: der obere Teil über den Stimmbändern.
  • Glottis: der mittlere Teil, einschließlich der Stimmbänder.
  • Subglottis: der untere Teil unterhalb der Stimmbänder.

Eine hochgradige Dysplasie tritt am häufigsten im Bereich der Stimmritze, insbesondere an den Stimmbändern, auf. Unbehandelt können sich abnorme Zellen im Kehlkopf ausbreiten, was als transglottische Ausdehnung bezeichnet wird.

Anatomie Kopf und Hals

Was verursacht eine hochgradige Kehlkopfdysplasie?

Die häufigste Ursache für hochgradige Kehlkopfdysplasie ist Rauchen. Weitere Faktoren sind starker Alkoholkonsum, Immunsuppression (geschwächtes Immunsystem) und eine vorangegangene Strahlenbehandlung im Halsbereich.

Was sind die Symptome einer hochgradigen Kehlkopfdysplasie?

Zu den häufigsten Symptomen einer hochgradigen Kehlkopfdysplasie gehören:

  • Heiserkeit oder Veränderungen der Stimmqualität.
  • Atembeschwerden.
  • Probleme beim Schlucken.

Wenn eines dieser Symptome dauerhaft bei Ihnen auftritt, sollten Sie sich unbedingt zur Abklärung an einen Arzt wenden.

Wie hoch ist das Risiko, bei einer hochgradigen Kehlkopfdysplasie an Krebs zu erkranken?

Hochgradige Dysplasie birgt ein erhebliches Risiko, sich unbehandelt zu einem Plattenepithelkarzinom zu entwickeln. Regelmäßige Kontrollen und Behandlungen, wie beispielsweise die chirurgische Entfernung des abnormen Gewebes, reduzieren dieses Risiko deutlich. Das genaue Risiko ist individuell unterschiedlich, und Ihr Arzt kann Sie individuell auf Ihre Situation abgestimmt beraten.

Mikroskopische Merkmale einer hochgradigen Dysplasie

Unter dem Mikroskop betrachtet, zeigt eine hochgradige Dysplasie, dass abnorme Plattenepithelzellen normale, gesunde Plattenepithelzellen im Epithel (der dünnen Oberflächenschicht des Gewebes) ersetzen. Diese abnormen Zellen erscheinen typischerweise größer und hyperchromatisch (dunkler) als normale Zellen und reifen nicht normal. Es kann auch eine sogenannte Keratinisierung vorliegen, bei der abnorme Zellen übermäßig viel Keratin produzieren, was als leuchtend rosa oder rote Bereiche erscheint.

Die Margen

In der Pathologie bezeichnet der Begriff „Ränder“ die Ränder des operativ entfernten Gewebes. Der Zustand der Ränder ist wichtig, da er hilft festzustellen, ob das gesamte abnormale Gewebe entfernt wurde oder noch Reste vorhanden sind.

Pathologen untersuchen die Ränder nach der Operation sorgfältig, um abnormales Gewebe zu entfernen (Exzision oder Resektion). Nach einer Biopsie werden die Ränder in der Regel nicht beurteilt, da nur ein Teil des abnormalen Gewebes entfernt wird.

Ein Rand gilt als positiv, wenn an der Schnittkante abnormale Zellen vorhanden sind. Dies deutet darauf hin, dass möglicherweise noch Dysplasie oder Krebs im Körper vorhanden ist. Ein negativer Rand bedeutet, dass an den Rändern keine abnormalen Zellen gefunden wurden, was darauf hindeutet, dass die Erkrankung vollständig entfernt wurde. Pathologen können auch bei negativen Rändern den Abstand zwischen den abnormalen Zellen und dem nächstgelegenen Rand messen, um zusätzliche Informationen für Ihre Behandlungsplanung zu erhalten.

Marge

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