von Catherine Forse MD FRCPC
30. März 2026
Lymphozytäre Kolitis ist eine nicht-krebsartige Erkrankung, bei der sich eine erhöhte Anzahl von Immunzellen, den sogenannten Lymphozyten, in der Dickdarmschleimhaut ansammelt und dadurch … Entzündung und Schäden. Es gehört zu einer Gruppe von Zuständen, die man nennt. mikroskopische KolitisSie wird so genannt, weil die Veränderungen, die die Symptome verursachen, mit bloßem Auge nicht sichtbar sind und erst bei der mikroskopischen Untersuchung des Gewebes erkennbar werden. Die andere Hauptform der mikroskopischen Kolitis ist die kollagene Kolitis, die viele Gemeinsamkeiten mit der lymphozytären Kolitis aufweist.
Die lymphozytäre Kolitis ist kein Krebs und erhöht auch nicht das Krebsrisiko. Sie verläuft bei vielen Betroffenen chronisch, spricht aber in den meisten Fällen gut auf die Behandlung an, und die Prognose ist im Allgemeinen gut.
Das Hauptsymptom der lymphozytären Kolitis ist chronischer wässriger Durchfall, der Wochen, Monate oder Jahre anhalten kann. Der Durchfall entsteht, weil die angesammelten Lymphozyten die Darmschleimhaut schädigen und so die normale Wasseraufnahme beeinträchtigen. Weitere Symptome können Bauchkrämpfe oder -schmerzen, Blähungen, Müdigkeit und ungewollter Gewichtsverlust sein.
Die Symptome treten häufig schubweise auf. Manche Menschen erleben längere Krankheitsschübe, gefolgt von Phasen der Besserung, während andere anhaltende Symptome haben. Der Schweregrad variiert stark.
Die lymphozytäre Kolitis tritt häufiger bei Erwachsenen mittleren und höheren Alters auf. Im Gegensatz zur kollagenen Kolitis, die Frauen deutlich häufiger betrifft als Männer, kommt die lymphozytäre Kolitis bei beiden Geschlechtern etwa gleich häufig vor. Sie ist eine der häufigsten Ursachen für chronischen wässrigen Durchfall bei Erwachsenen über 50 Jahren, obwohl sie insgesamt relativ selten ist.
Die genaue Ursache ist noch nicht vollständig geklärt und beruht wahrscheinlich auf einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Es wurden jedoch bereits mehrere beitragende Ursachen identifiziert:
In vielen Fällen lässt sich kein eindeutiger Auslöser finden, und die Erkrankung wird eher anhand der Symptome als anhand einer identifizierten Ursache behandelt.
Wenn Ihr Arzt aufgrund Ihrer Symptome eine lymphozytäre Kolitis vermutet, wird er Ihnen eine Darmspiegelung empfehlen – ein Verfahren, bei dem eine kleine, flexible Kamera verwendet wird, um in den Darm zu schauen. DoppelpunktWährend des Eingriffs entnimmt Ihr Arzt kleine Gewebeproben, sogenannte Gewebeproben. BiopsienEs werden Biopsien aus verschiedenen Abschnitten des Dickdarms entnommen. Die Entnahme von Biopsien an mehreren Stellen ist wichtig, da die lymphozytäre Kolitis fleckenförmig auftreten kann – sie kann einen Bereich des Dickdarms betreffen, einen anderen jedoch nicht, und eine einzelne Biopsie von einer Stelle könnte die Veränderungen vollständig übersehen.
In den meisten Fällen sieht der Dickdarm bei der Koloskopie unter der Kamera völlig normal aus. Die Diagnose kann erst durch eine Untersuchung bestätigt werden. Pathologe untersucht die Biopsien unter einem Mikroskop und identifiziert die unten beschriebenen charakteristischen Merkmale.
Der Pathologe sucht nach einem spezifischen Muster von Veränderungen in der Dickdarmschleimhaut. Im Gegensatz dazu chronisch aktive Kolitis Die mit entzündlichen Darmerkrankungen assoziierte lymphozytäre Kolitis verursacht keine ernsthaften strukturellen Schäden am Dickdarm – es handelt sich um einen oberflächlichen Prozess.

Ein wichtiger Punkt: im Gegensatz Colitis ulcerosa als auch Morbus CrohnDie lymphozytäre Kolitis verursacht keine strukturellen Veränderungen – wie zum Beispiel Krypta-Verzerrung, Geschwüre oder Abszesse – die typisch für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind. Diese Unterscheidung hilft dem Pathologen, die Diagnose zu bestätigen und ist zudem beruhigend: Der Dickdarm hat nicht die Art von langfristigen strukturellen Schäden erlitten, die bei CED auftreten.
Die lymphozytäre Kolitis unterscheidet sich auch von kollagene Kolitis In einem entscheidenden Punkt fehlt die für die kollagene Kolitis charakteristische verdickte Kollagenschicht unter der Oberfläche. Beide Erkrankungen weisen zwar ein gemeinsames Muster intraepithelialer Lymphozytose auf, doch das Fehlen der Kollagenschicht führt zur Diagnose einer lymphozytären und nicht einer kollagenen Kolitis.
Die lymphozytäre Kolitis ist behandelbar, und die meisten Betroffenen erfahren mit der richtigen Therapie eine deutliche Besserung. Zunächst sollten alle Medikamente überprüft werden, die die Erkrankung ausgelöst oder verschlimmert haben könnten. Wird ein auslösender Wirkstoff identifiziert – insbesondere ein NSAR, ein Protonenpumpenhemmer, ein SSRI oder Olmesartan –, kann dessen Absetzen zu einer deutlichen Besserung oder sogar zur vollständigen Genesung führen.
Wenn eine Anpassung der Medikation allein nicht ausreicht oder kein Auslöser durch Medikamente identifiziert werden kann, sind verschiedene Behandlungsansätze wirksam:
Viele Menschen mit lymphozytärer Kolitis erleben Phasen spontaner Besserung, und manche erreichen sogar ohne aktive Behandlung eine Remission. Rückfälle sind jedoch häufig, und eine regelmäßige Nachsorge durch einen Gastroenterologen ist wichtig für die langfristige Kontrolle der Erkrankung. Regelmäßige Darmspiegelungen sind zur Überwachung in der Regel nicht erforderlich, da lymphozytäre Kolitis das Risiko für Darmkrebs nicht erhöht.