Was ist eine bösartige Spindelzellneoplasie?



A bösartige Spindelzellneubildung ist eine Krebsart, die aus spindelförmige ZellenUnter dem Mikroskop sehen diese Zellen lang und schmal aus, ähnlich der Form einer Spindel (einer spitzen Stange zum Spinnen von Fäden).

Diese Diagnose beschreibt das Aussehen der Zellen unter dem Mikroskop, gibt aber nicht die genaue Krebsart an. Viele verschiedene Tumorarten können spindelförmige Zellen aufweisen, daher sind fast immer weitere Untersuchungen erforderlich, um die genaue Diagnose zu stellen.

Spindelzelle

Ist es eine Art Krebs?

Ja. Das Wort maligne Das bedeutet, dass der Tumor bösartig ist, was wiederum bedeutet, dass er überfallen Die Krankheit kann sich auf benachbartes Gewebe ausbreiten (metastasieren) und in andere Körperteile gelangen.

Das spezifische Verhalten und die Aggressivität des Tumors hängen jedoch von seinem genauen Typ ab. Manche bösartige Spindelzelltumoren wachsen langsam, andere hingegen aggressiver. Die Bestimmung des genauen Tumortyps hilft Ärzten, die wirksamste Behandlung auszuwählen und die wahrscheinliche Prognose einzuschätzen.

Wann wird diese Diagnose gestellt?

Diese Diagnose wird in der Regel nach einer Biopsie, ein Verfahren, bei dem ein kleines Stück Gewebe aus dem Tumor entnommen und unter einem Mikroskop untersucht wird.

Pathologen Der Begriff „maligner Spindelzelltumor“ wird verwendet, wenn der Tumor eindeutig bösartig aussieht, die Biopsie jedoch nicht genügend Informationen liefert, um den genauen Typ zu bestimmen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn:

  • Die Biopsieprobe ist klein oder enthält beschädigtes Gewebe.

  • Die Tumorzellen sehen sehr abnormal aus, sodass es schwer ist, festzustellen, aus welchem ​​Gewebe sie stammen.

  • Spezielle Tests stehen noch aus.

Zu den Merkmalen, die auf eine Bösartigkeit hindeuten, gehören:

  • Erhöhte mitotische Aktivität (Zellteilung).

  • Bereiche von Nekrose (abgestorbenes Tumorgewebe).

  • Invasion in nahegelegenes Gewebe oder Blutgefäße.

Wenn mehr Gewebe zur Verfügung steht – beispielsweise nachdem der gesamte Tumor operativ entfernt wurde – kann oft eine genauere Diagnose gestellt werden.

Welche Tumorarten können einem bösartigen Spindelzelltumor ähneln?

Unter dem Mikroskop können verschiedene Krebsarten eine spindelförmige Gestalt annehmen.

Typische Beispiele sind:

  • Sarkome: Diese Krebsarten entstehen in Bindegewebe wie Knochen, Muskeln oder Fettgewebe. Zu den häufigsten Sarkomarten gehören: Leiomyosarkom, Angiosarkomund Liposarkom.

  • Spindelzelliges Plattenepithelkarzinom: Eine Art von Plattenepithelkarzinome Diese Wucherung nimmt eine spindelförmige Gestalt an. Sie tritt häufig in Organen wie dem Kehlkopf, der Lunge oder der Haut auf.

  • Maligner peripherer Nervenscheidentumor (MPNST): Eine seltene Krebsart, die in der schützenden Hülle der Nerven entsteht. Sie kann isoliert oder bei Menschen mit Neurofibromatose Typ 1 (NF1) auftreten.

  • Gastrointestinaler Stromatumor (GIST): Eine Krebserkrankung, die sich in der Wand des Verdauungstraktes entwickelt, am häufigsten im Magen oder Dünndarm.

Jeder dieser Tumortypen hat sein eigenes Wachstumsmuster, typische Lokalisationen und genetische Merkmale.

Wie bestimmen Pathologen die genaue Art des Tumors?

Pathologen nutzen eine Kombination aus Tests und Beobachtungen, um den spezifischen Typ eines bösartigen Spindelzelltumors zu identifizieren. Dazu gehören unter anderem:

  • Mikroskopische Merkmale: Das Gesamtbild, das Muster und die Lage des Tumors.

  • Immunhistochemie (IHC): Ein Test, bei dem spezielle Farbstoffe verwendet werden, um Proteine ​​(Marker) in den Tumorzellen nachzuweisen. Verschiedene Tumorarten produzieren unterschiedliche Proteine.

  • Molekular- oder Gentests: Tests wie z FISH, PCRden Next-Generation-Sequenzierung (NGS) kann charakteristische genetische Mutationen or Umordnungen.

  • Klinische Informationen: Die Lage, Größe und das Verhalten des Tumors im Körper helfen, die Möglichkeiten einzugrenzen.

Die Kombination dieser Ergebnisse ermöglicht es dem Pathologen, eine endgültige Diagnose zu stellen, was für die Behandlungsplanung unerlässlich ist.

Wie ist die Prognose für jemanden, bei dem ein bösartiger Spindelzelltumor diagnostiziert wurde?

Die Prognose (der zu erwartende Krankheitsverlauf) hängt von mehreren Faktoren ab, darunter:

  • Die nach den Tests identifizierte spezifische Tumorart.

  • Die Klasse des Tumors (wie aggressiv er unter dem Mikroskop aussieht).

  • Die Größe des Tumors und ob er sich auf benachbartes Gewebe oder andere Organe ausgebreitet hat.

  • Die Lage des Tumors im Körper.

Generell verbessern eine frühzeitige Erkennung und die vollständige Entfernung des Tumors die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung.

Fragen an Ihren Arzt

  • Um welche Art von bösartigem Spindelzelltumor handelt es sich bei mir?

  • Wurden weitere Tests angeordnet, um die Diagnose zu bestätigen?

  • Was ergaben die immunhistochemischen bzw. molekularbiologischen Testergebnisse?

  • Hat sich der Tumor auf benachbartes Gewebe oder andere Körperteile ausgebreitet?

  • Welche Behandlungsmöglichkeiten habe ich?

  • Wie ist die Prognose für diese Tumorart?

  • Werden weitere Biopsien oder bildgebende Untersuchungen erforderlich sein?

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