von Jason Wasserman MD PhD FRCPC
August 14, 2024
Ein Prostata-Stromatumor mit unklarem malignen Potential, allgemein als STUMP bezeichnet, ist eine seltene Tumorart, die aus der Stroma (Bindegewebe) Bestandteil der Prostata. Der Begriff „unsicheres malignes Potenzial“ wird verwendet, weil es schwierig ist, vorherzusagen, wie sich der Tumor verhalten wird. Während die meisten dieser Tumoren gutartig (nicht bösartig) und breiten sich nicht aus, andere können jedoch möglicherweise aggressiv wachsen oder nach der Behandlung wiederkehren.
Die Symptome eines Prostatastromatumors mit unklarem malignen Potenzial können je nach Größe und Lage des Tumors variieren. Häufige Symptome sind Schwierigkeiten beim Wasserlassen, ein schwacher Harnstrahl und häufiges Wasserlassen, insbesondere nachts. Einige Patienten verspüren Schmerzen im Beckenbereich, während andere möglicherweise überhaupt keine Symptome haben und der Tumor zufällig bei einer medizinischen Untersuchung oder bildgebenden Untersuchung entdeckt wird.
Die genaue Ursache von Prostatastromatumoren mit unklarem malignen Potenzial ist noch nicht vollständig geklärt. Wie viele andere Tumorarten kann auch ein Prostatastromatumor mit unklarem malignen Potenzial durch eine Kombination genetischer und umweltbedingter Faktoren entstehen. Spezifische Risikofaktoren oder genetische Mutationen, die mit der Entwicklung dieses Tumors in Zusammenhang stehen, wurden jedoch noch nicht identifiziert.
Derzeit liegen nur begrenzte Informationen über die genetischen Veränderungen vor, die mit Prostata-Stromatumoren mit unklarem malignen Potenzial in Zusammenhang stehen. Die Forschung auf diesem Gebiet ist noch nicht abgeschlossen, und es sind weitere Studien erforderlich, um spezifische genetische Veränderungen zu identifizieren, die zur Entwicklung und zum Fortschreiten dieser Tumore beitragen können.
Unter dem Mikroskop kann ein Prostatastromatumor mit unklarem malignen Potenzial verschiedene Wachstumsmuster aufweisen. Das häufigste Muster besteht aus unscheinbaren Spindelzellen (lange, schlanke Zellen), die mit den normalen Drüsen in der Prostata vermischt sind. Diese Spindelzellen sind oft in einem lockeren, ungeordneten Muster angeordnet. Einige Tumoren zeigen ein Wachstumsmuster, das dem Aussehen eines Phyllodes-Tumor, eine Tumorart, die häufiger in der Brust vorkommt. Zusätzlich zu diesen Mustern gibt es weniger häufige Variationen, darunter myxoid (gelartig) und epitheloid (Epithelzellen ähnelnde) Muster.
Immunhistochemie (IHC) ist ein spezieller Test, den Pathologen verwenden, um die Diagnose eines Prostatastromatumors mit unsicherem malignen Potenzial zu bestätigen und andere Tumoren auszuschließen, die unter dem Mikroskop ähnlich aussehen könnten. Bei diesem Test werden spezifische Antikörper auf eine Gewebeprobe aufgetragen, um festzustellen, ob bestimmte Proteine in den Tumorzellen vorhanden sind. Bei Prostatastromatumoren mit unsicherem malignen Potenzial sind die meisten Tumoren positiv für Vimentin (ein Protein, das in Bindegewebszellen vorkommt) und das ProgesteronrezeptorDiese Tumoren sind unterschiedlich positiv für CD34, Glattmuskel-Antigen (SMA) und DesminSie drücken selten die Östrogenrezeptor, ein Protein, das typischerweise in hormonempfindlichen Geweben vorkommt.
Die Prognose für Patienten mit einem Prostatastromatumor mit unklarem malignen Potenzial ist im Allgemeinen günstig. Derzeit gibt es keine spezifischen pathologischen Merkmale, die ein aggressiveres Verhalten dieser Tumore zuverlässig vorhersagen. Die Mehrheit der Patienten wird jedoch allein durch eine Operation geheilt. Das bedeutet, dass der Tumor nach der chirurgischen Entfernung wahrscheinlich keine weiteren Probleme verursacht. Eine engmaschige Nachsorge kann empfohlen werden, um auf Anzeichen eines Rückfalls zu achten, aber die allgemeine Prognose für die meisten Patienten ist positiv.
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