von Jason Wasserman MD PhD FRCPC
September 12, 2025
Verruca vulgaris, auch Warze genannt, ist eine sehr häufige, nicht krebsartige Hautwucherung, die durch eine Infektion mit dem Humanes Papillomavirus (HPV)Diese Wucherungen sind bei den meisten Menschen harmlos und verschwinden oft von selbst, sie können jedoch lästig sein, sich auf andere Hautpartien ausbreiten oder jahrelang bestehen bleiben.
Verruca vulgaris kann an vielen Körperstellen auftreten. Am häufigsten findet man sie an Händen und Fingern, aber auch an Ellbogen, Knien, im Gesicht, auf der Kopfhaut und im Genitalbereich.
Sie erscheinen normalerweise als kleine, raue, erhabene Beulen, die einzeln oder mehrfach auftreten können. Im Gesicht können sie in Form einer langen, dünnen Ausstülpung wachsen, die als fadenförmige Warze bezeichnet wird. In manchen Fällen kann eine Warze ein Hauthorn bilden, das wie ein hartes, kegelförmiges Wachstum aussieht.
Verruca vulgaris kommt sehr häufig vor, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Studien zeigen, dass bis zu 16 % der Kinder und etwa 3 % der Erwachsenen irgendwann an dieser Erkrankung erkranken.
Sie treten häufiger bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem auf, beispielsweise bei Patienten nach Organtransplantationen oder HIV-Infizierten. Bei diesen Personen können die Warzen größer, zahlreicher und schwerer zu behandeln sein.
Verruca vulgaris wird durch eine Infektion mit Humanes Papillomavirus (HPV)Es gibt viele verschiedene HPV-Typen, und die Typen HPV-1, HPV-2 und HPV-4 kommen am häufigsten bei Verruca vulgaris vor.
HPV infiziert Hautzellen (Keratinozyten) und führt zu einem abnormalen Wachstum der Warzen, wodurch die verdickte, raue Oberfläche einer Warze entsteht. Das Virus wird durch direkten Kontakt mit der Haut oder kontaminierten Gegenständen wie gemeinsam genutzten Handtüchern oder Pflegeutensilien übertragen.
Ärzte diagnostizieren Warzen häufig anhand ihres Aussehens und ihrer Lokalisation. In Fällen, in denen die Diagnose unsicher ist, kann eine kleine Gewebeprobe in einem Verfahren entnommen werden, das als Biopsieherunterzuladen. Ein Pathologe Anschließend wird das Gewebe unter dem Mikroskop untersucht, um die Diagnose zu bestätigen.
Unter dem Mikroskop betrachtet, zeigt die Verruca vulgaris mehrere charakteristische Veränderungen der Haut:
Hyperkeratose (verdickte Oberflächenschicht) lässt die Außenhaut rau und schuppig aussehen.
Papillomatose (ungleichmäßiges Oberflächenwachstum) erzeugt das holprige oder warzige Aussehen.
Verlängerte Reteleisten (fingerartige Verlängerungen der Epidermis) wachsen tiefer in die darunterliegende Haut.
Parakeratose (beibehalten Kerne in der Oberflächenschicht) erscheint oft als dünne vertikale Säulen über den Graten.
Hypergranulose (verdickte Körnerschicht) ist mit groben Keratohyalin-Granula zu sehen.
Koilozyten (virusinfizierte Zellen mit hohlem Zentrum) können in den oberen Hautschichten vorhanden sein.
Direkt unter der Oberfläche der papillären Dermis befinden sich erweiterte Kapillaren (erweiterte Blutgefäße). Dies erklärt, warum Warzen beim Abkratzen oder Aufschneiden bluten können.
Diese mikroskopischen Veränderungen sind wichtig, weil sie helfen Pathologen Unterscheiden Sie Verruca vulgaris von anderen nicht krebsartigen Wucherungen, die ähnlich aussehen können, wie z. B. seborrhoische Keratose.
Bei den meisten Menschen sind Warzen harmlos und bilden sich mit der Zeit von selbst zurück, insbesondere bei Kindern. Beachten Sie jedoch:
Bei manchen Patienten, insbesondere bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem, kann die Verruca vulgaris jahrelang bestehen bleiben.
Sehr selten kann sich bei Verruca vulgaris eine präkanzeröse Veränderung entwickeln (genannt Plattenepitheldysplasie) oder weiter zu PlattenepithelkarzinomeDies ist bei immungeschwächten Personen wahrscheinlicher.
Aus diesem Grund kann bei ungewöhnlich großen, schnell wachsenden oder behandlungsresistenten Warzen eine Biopsie durchgeführt werden, um andere Erkrankungen auszuschließen.
Die Aussichten sind ausgezeichnet. Die meisten Verruca vulgaris sind gutartig und selbstlimitierend:
Bei vielen kommt es innerhalb von Monaten bis wenigen Jahren zu einer natürlichen Rückbildung.
Bei immungeschwächten Patienten ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Warzen bestehen bleiben oder wiederkehren.
Behandlungsmöglichkeiten (wie Kryotherapie, Salicylsäure, Lasertherapie oder Immuntherapie-Cremes) werden häufig eingesetzt, wenn Warzen schmerzhaft, kosmetisch störend oder hartnäckig sind.
Sollte ich auf Grunderkrankungen wie Hochrisiko-HPV oder Immunprobleme getestet werden?
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es, wenn die Warze nicht von selbst verschwindet?
Besteht die Gefahr, dass sich aus dieser Warze Krebs entwickelt?