Was ist Adenocarcinoma in situ (AIS)?



Adenokarzinom in situ (AIS) ist ein medizinischer Begriff, der eine frühe Form von Drüsenkrebs beschreibt. Der Begriff „Adenokarzinom“ bezeichnet eine Krebsart, die sich aus DrüsenzellenDer Ausdruck „in situ“ bedeutet „an seinem ursprünglichen Ort“. Zusammengefasst bedeutet Adenokarzinom in situ, dass die Krebszellen vorhanden sind, aber noch nicht in tiefere Gewebe eingedrungen sind.

Da die abnormen Zellen auf die Schicht beschränkt sind, in der sie sich zuerst entwickelt haben, gilt das Adenokarzinom in situ als nicht-invasiv Form von Krebs. Unbehandelt besteht das Risiko, dass es in das umliegende Gewebe eindringt und sich zu einem invasiven Adenokarzinom entwickelt.

Wo im Körper kann ein Adenokarzinom in situ auftreten?

Adenokarzinom in situ kann sich in verschiedenen Organen entwickeln, die Drüsenzellen enthalten. Einige häufige Beispiele sind:

  • Gebärmutterhals: Das Adenokarzinom in situ des Gebärmutterhalses entwickelt sich in der Drüsenschleimhaut des Gebärmutterhalses.

  • Lunge: Das Adenokarzinom in situ der Lunge entsteht aus Drüsenzellen in den Atemwegen.

  • Dickdarm und Mastdarm: Manchmal werden sehr frühe kolorektale Adenokarzinome als Adenocarcinoma in situ bezeichnet.

Obwohl der Begriff an verschiedenen Orten verwendet werden kann, ist die Bedeutung dieselbe: Abnormal Drüsenzellen sind vorhanden, haben aber nicht eingedrungen über ihren Ursprungsort hinaus.

Wie stellen Pathologen diese Diagnose?

A Pathologe diagnostiziert Adenokarzinom in situ nach der Untersuchung einer Gewebeprobe unter dem Mikroskop. Die Probe kann aus einem Biopsie (ein kleines Stück Gewebe, das zur Untersuchung entnommen wird) oder aus einem größeren chirurgischen Probe (ein größeres Stück Gewebe, das während einer Operation entfernt wird).

Unter dem Mikroskop beobachtet der Pathologe Drüsenzellen (Zellen, die normalerweise Drüsen bilden und Flüssigkeiten produzieren), die in Größe, Form und Anordnung abnormal erscheinen. Diese Zellen können gedrängt wirken oder unregelmäßige Muster bilden. Wichtig ist, dass die abnormalen Zellen nur auf der Epithel (die äußerste Gewebeschicht) und haben sich noch nicht in die Stroma (das Stützgewebe unter dem Epithel). Diese Unterscheidung unterscheidet das Adenokarzinom in situ vom invasiven Adenokarzinom.

Was ist der Unterschied zwischen Adenokarzinom in situ und invasivem Adenokarzinom?

Die Unterscheidung zwischen Adenokarzinom in situ und invasivem Adenokarzinom ist von Bedeutung, da sie sich direkt auf Prognose und Behandlung auswirkt.

  • Adenokarzinom in situ hat eine ausgezeichnete Prognose. Die Entfernung des anormalen Bereichs heilt die Erkrankung in der Regel.

  • Bei invasivem Adenokarzinom besteht ein höheres Risiko der Ausbreitung auf andere Gewebe und es ist eine umfassendere Behandlung erforderlich.

Aus diesem Grund gehen Pathologen sehr sorgfältig vor, wenn sie beurteilen, ob die abnormalen Zellen die Basalmembran (eine dünne Barriere, die das Epithel vom Stroma trennt) durchbrochen haben.

Fragen an Ihren Arzt

Wenn in Ihrem Pathologiebericht von einem Adenokarzinom in situ die Rede ist, kann es hilfreich sein, Ihren Arzt zu fragen:

  • Wo in meinem Körper wurde das Adenokarzinom in situ gefunden?

  • Wurde es vollständig entfernt?

  • Zeigt mein Bericht klare Ränder (keine abnormalen Zellen an den Rändern des Gewebes)?

  • Wie hoch ist das Risiko, dass sich daraus ein invasiver Krebs entwickelt?

  • Benötige ich zusätzliche Behandlungen oder Folgeuntersuchungen?

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