von Jason Wasserman MD PhD FRCPC
6. April 2026
AMACR AMACR (Alpha-Methylacyl-CoA-Racemase) ist ein Protein, das in bestimmten Zellen vorkommt und dem Körper beim Abbau bestimmter Fette hilft. In der Pathologie ist AMACR von Bedeutung, da Krebszellen in der Prostata und einigen anderen Organen deutlich größere Mengen dieses Proteins produzieren als normale, gesunde Zellen. Pathologen verwenden einen AMACR-Test, um zu bestätigen, ob ein Gewebebereich krebsartig ist, insbesondere bei der Untersuchung von Prostatabiopsie.
AMACR wird als Teil eines Panels spezieller Tests verwendet – genannt Immunhistochemie (IHC) — wenn ein Pathologe zusätzliche Beweise benötigt, um festzustellen, ob es sich bei einem kleinen oder ungewöhnlichen Gewebebereich in der Prostata um Krebs oder eine gutartige (nicht krebsartige) Veränderung handelt. Diese Situation tritt am häufigsten auf, wenn:
AMACR wird auch zur Diagnose bestimmter Nieren- und Gallengangstumoren eingesetzt, dies ist jedoch weniger häufig.
Pathologen testen auf AMACR mit ImmunhistochemieBei dieser Technik wird ein Antikörper, der spezifisch an das AMACR-Protein bindet, auf eine dünne Gewebescheibe auf einem Objektträger aufgetragen. Ist AMACR vorhanden, bindet der Antikörper und löst eine unter dem Mikroskop sichtbare Farbveränderung aus. Die Farbe erscheint im Zytoplasma – dem Zellinneren. AMACR wird fast immer zusammen mit anderen Markern untersucht, am häufigsten mit … p63 , HMWCK (hochmolekulares Zytokeratin), das die Basalzellen hervorhebt, die normalerweise gesunde Prostatadrüsen umgeben. Diese Kombination ermöglicht es dem Pathologen, verdächtige Drüsen direkt mit normalen zu vergleichen.
Die Ergebnisse der AMACR-Untersuchung werden entweder als positiv oder negativ gemeldet:
Eine wichtige Einschränkung besteht darin, dass ein positives AMACR-Ergebnis allein keine Krebsdiagnose bestätigt. Auch einige gutartige Erkrankungen können eine positive AMACR-Färbung aufweisen. Daher wird AMACR stets im Rahmen eines Testpanels verwendet und zusammen mit dem vollständigen mikroskopischen Erscheinungsbild des Gewebes und anderen Testergebnissen interpretiert.
Wenn Ihr Pathologiebericht ein AMACR-Ergebnis enthält, bedeutet dies, dass Ihr Pathologe zusätzliche Untersuchungen durchgeführt hat, um die Art des Gewebes zu bestätigen. Dies ist ein routinemäßiger und erwarteter Bestandteil einer gründlichen Prostatabiopsie – es bedeutet nicht, dass die Diagnose unklar war oder dass etwas Ungewöhnliches gefunden wurde.
Ein positives AMACR-Ergebnis, kombiniert mit dem passenden mikroskopischen Befund und dem Fehlen von Basalzellen (nachgewiesen durch negative p63- und HMWCK-Färbung), spricht stark für die Diagnose Prostatakrebs. Ein negatives Ergebnis im entsprechenden Kontext spricht für eine gutartige Diagnose. Ihr Pathologe wird alle diese Befunde zusammenführen, um eine möglichst genaue Diagnose zu stellen.