Amyloid: Definition



Amyloid Amyloid ist ein abnormales Protein, das sich falsch faltet und sich in Körpergeweben als dichte, unlösliche Ablagerungen ansammelt. In gesunden Zellen falten sich Proteine ​​korrekt und erfüllen ihre normalen Funktionen. Bei manchen Erkrankungen falten sich bestimmte Proteine ​​falsch und verklumpen zu einer charakteristischen Struktur, die der Körper nicht ohne Weiteres abbauen oder abbauen kann. Mit der Zeit können sich diese Ablagerungen in Organen wie Herz, Nieren, Leber und Nerven ansammeln und deren normale Funktion beeinträchtigen. Die Gruppe der durch Amyloidablagerungen verursachten Erkrankungen wird zusammenfassend als Morbus Crohn bezeichnet. Amyloidose.


Wie sieht Amyloid unter dem Mikroskop aus?

Unter dem Mikroskop erscheint Amyloid als blassrosa, strukturlos (amorph) Ablagerungen im Gewebe. Diese Ablagerungen werden mithilfe eines spezieller Fleck namens Kongo rotWird Kongorot auf das Gewebe aufgetragen, färben sich Amyloidablagerungen charakteristisch rot oder orange. Unter polarisiertem Licht – einer speziellen Beleuchtungstechnik in der Mikroskopie – zeigt das mit Kongorot gefärbte Amyloid ein typisches apfelgrünes Leuchten, eine Eigenschaft, die als Doppelbrechung bezeichnet wird. Dieses apfelgrüne Erscheinungsbild unter polarisiertem Licht ist eine der zuverlässigsten Methoden, um zu bestätigen, dass es sich bei den Ablagerungen tatsächlich um Amyloid handelt. In manchen Fällen Immunhistochemie (IHC) wird auch durchgeführt, um das spezifische Protein zu identifizieren, aus dem das Amyloid besteht.

Welche Erkrankungen stehen im Zusammenhang mit Amyloid?

Verschiedene Proteintypen können sich falsch falten und Amyloid bilden, wobei der jeweilige Proteintyp die damit verbundene Erkrankung bestimmt. Zu den klinisch wichtigsten Typen gehören:

  • AL-Amyloidose (Leichtketten-Amyloidose) — die häufigste systemische Form. Verursacht durch abnormale Plasma Zellen Produktion überschüssiger Leichtkettenproteine, die sich in Organen ablagern. Häufig verbunden mit Multiples Myelom oder einer verwandten Plasmazellerkrankung. Kann Herz, Nieren, Leber und periphere Nerven betreffen.
  • AA-Amyloidose (sekundäre Amyloidose) — verursacht durch ein Protein namens Serum-Amyloid A, dessen Konzentration bei längerem Aufenthalt ansteigt. chronische Entzündung oder chronische Infektion. Tritt im Zusammenhang mit Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen auf. Betrifft am häufigsten Nieren und Leber.
  • ATTR-Amyloidose (Transthyretin-Amyloidose) Die ATTR-Amyloidose wird durch das in der Leber produzierte Transthyretin-Protein verursacht. Sie kann erblich bedingt sein (aufgrund einer Genmutation) oder altersbedingt (auch Wildtyp-ATTR genannt), wobei sich das Protein mit zunehmendem Alter spontan falsch faltet. Am häufigsten sind Herz und periphere Nerven betroffen. Für die ATTR-Amyloidose stehen mittlerweile gezielte Therapien zur Verfügung.
  • Lokalisierte Amyloidose — Ablagerungen, die auf ein einzelnes Organ oder eine einzelne Stelle beschränkt sind und keine systemische Beteiligung aufweisen. Beispiele hierfür sind Amyloidablagerungen im Kehlkopf (siehe Kehlkopfamyloidose), Haut oder Blase. Oft weniger schwerwiegend als systemische Formen und erfordern möglicherweise keine über die lokale Behandlung hinausgehende Therapie.

Amyloid kann auch als sekundäres Merkmal in bestimmten Tumoren gefunden werden. Medulläres SchilddrüsenkarzinomBeispielsweise enthält die Schilddrüse typischerweise Amyloidablagerungen aus Calcitonin – einem von den Tumorzellen produzierten Hormon. Der Nachweis von Amyloid in der Schilddrüse trägt in diesem Zusammenhang zur Bestätigung der Diagnose bei.

Was bedeutet der Befund von Amyloid in meinem Bericht?

Die Bedeutung von Amyloid in einem Pathologiebericht hängt ausschließlich davon ab, um welche Art von Amyloid es sich handelt, wo es sich befindet und in welcher Menge es sich angesammelt hat. Der Nachweis einer geringen Menge lokalisierten Amyloids in einem einzelnen Organ ist etwas ganz anderes als die Entdeckung einer ausgedehnten systemischen Amyloidose, die Herz und Nieren betrifft.

Wurde in Ihrer Gewebeprobe Amyloid nachgewiesen, veranlasst Ihr Arzt weitere Untersuchungen, um den Amyloidtyp und dessen lokales oder systemisches Vorliegen zu bestimmen. Dazu gehören Blut- und Urinuntersuchungen, zusätzliche Biopsien oder bildgebende Verfahren. Die genaue Bestimmung des Amyloidosetyps ist entscheidend, da sich die Behandlung je nach Typ deutlich unterscheidet. So wird beispielsweise die AL-Amyloidose durch die gezielte Behandlung der abnormalen Plasmazellen therapiert, während die ATTR-Amyloidose heute mit Medikamenten behandelt werden kann, die das Transthyretin-Protein stabilisieren.

Fragen an Ihren Arzt

  • Welche Art von Amyloid wurde in meiner Probe gefunden, und handelt es sich um lokalisiertes oder systemisches Amyloid?
  • Welche weiteren Untersuchungen sind erforderlich, um die Ursache und das Ausmaß der Amyloidablagerungen zu bestimmen?
  • Hat dieser Befund Auswirkungen auf meine Organe, und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

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