Karzinom in situ (CIS)



Carcinoma in situ (CIS) ist eine frühe, nicht-invasive Form von Krebs, bei der abnorme Zellen auf die Epithel – die dünne Gewebeschicht, die die Oberflächen und inneren Strukturen des Körpers auskleidet. „In situ“ bedeutet „an ihrem ursprünglichen Ort“ und weist darauf hin, dass sich die Krebszellen nicht in das umliegende Gewebe oder über ihren ursprünglichen Standort hinaus ausgebreitet haben. Carcinoma in situ stellt die früheste Form von Krebs dar und wird oft als Stadium 0 bezeichnet. Unbehandelt können sich die abnormen Zellen über das Epithel hinaus ausbreiten. Dies ist ein Prozess, der als Invasion.

Karzinom in situ

Was verursacht Carcinoma in situ?

Die genaue Ursache eines Carcinoma in situ hängt von der Art des Tumors und seinem Auftretensort im Körper ab. Im Allgemeinen entsteht ein Carcinoma in situ durch genetische Veränderungen oder Mutationen in Epithelzellen.

Hier einige Beispiele zu bestimmten Standorten:

  • Brust: Hormonelle Faktoren, Alter, Familiengeschichte und genetische Mutationen (wie BRCA-Genmutationen) sind bekannte Risikofaktoren.
  • Skin: Eine chronische Exposition gegenüber ultraviolettem (UV) Licht der Sonne oder von Solarien erhöht das Risiko.
  • Gebärmutterhals: Infektion mit bestimmten Hochrisikotypen von Humanes Papillomavirus (HPV) ist ein wesentlicher Faktor.

Das Vorhandensein von Risikofaktoren bedeutet nicht, dass jemand mit Sicherheit ein Carcinoma in situ entwickelt, und diese Krankheit kann manchmal ohne erkennbare Risikofaktoren auftreten.

Wie schwerwiegend ist ein Carcinoma in situ?

Carcinoma in situ ist eine nichtinvasive Krebsart, d. h. die abnormen Zellen haben sich nicht über ihren ursprünglichen Ort hinaus ausgebreitet. Obwohl Carcinoma in situ selbst nicht in umliegendes Gewebe eindringt, kann es sich unbehandelt zu einem invasiven Krebs entwickeln. Das Risiko einer Progression variiert je nach Art und Lage des Tumors. Früherkennung und eine entsprechende Behandlung sind wichtig, um ein Fortschreiten zu verhindern und die Erkrankung effektiv zu behandeln. Die Behandlung umfasst häufig die Entfernung oder Zerstörung der abnormen Zellen, und regelmäßige Nachuntersuchungen werden in der Regel empfohlen.

Arten von Carcinoma in situ

Carcinoma in situ kann in verschiedenen Körperregionen auftreten. Die Identifizierung des spezifischen Carcinoma-in-situ-Typs hilft bei der Bestimmung der effektivsten Behandlungsmethode.

Hier sind einige gängige Typen:

Duktales Karzinom in situ (DCIS)

DCIS ist ein nicht-invasiver Brustkrebs, der auf die Auskleidung der Milchgänge beschränkt ist. Er wird in der Regel durch Mammographie erkannt und kann sich unbehandelt zu invasivem Brustkrebs entwickeln.

Lobuläres Karzinom in situ (LCIS)

Bei LCIS handelt es sich um abnorme Zellen in den Brustläppchen – den Drüsen, die Milch produzieren. Obwohl LCIS selbst nicht als Krebserkrankung gilt, weist es auf ein erhöhtes Risiko hin, in Zukunft an invasivem Brustkrebs zu erkranken.

Zervikale intraepitheliale Neoplasie (CIN)

CIN bezeichnet abnorme Zellen auf der Oberfläche des Gebärmutterhalses, die häufig durch Pap-Tests nachgewiesen werden. Unbehandelt kann sich CIN zu invasivem Gebärmutterhalskrebs entwickeln.

Plattenepithelkarzinom in situ

Diese Art von Carcinoma in situ befällt häufig die Haut und zeigt sich in Form roter, schuppiger Flecken. Es kann jedoch auch in anderen Körperteilen auftreten, die von Plattenepithelzellen ausgekleidet sind, einschließlich Mund, Rachen und Genitalbereich. Unbehandelt kann sich Morbus Bowen zu einem invasiven Plattenepithelkarzinom entwickeln.

Urothelkarzinom in situ

Dieser CIS-Typ betrifft die Schleimhaut der Harnwege, am häufigsten die Blase. Bei nicht rechtzeitiger Behandlung besteht ein hohes Risiko, dass sich invasiver Blasenkrebs entwickelt.

Adenokarzinom in situ

Adenokarzinom in situ betrifft Drüsenzellen und kann sich in Organen wie Lunge, Gebärmutterhals und Dickdarm entwickeln. Es gilt als Frühstadium, das sich zu einem invasiven Adenokarzinom entwickeln kann.

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