Zytoplasma: Definition



Das Zytoplasma ist das Material, das das Innere einer Zelle ausfüllt und die Zelle umgibt. Kern Das Zytoplasma erstreckt sich bis zur Zellmembran. Es besteht hauptsächlich aus Wasser und enthält Proteine, Nährstoffe und winzige spezialisierte Strukturen, die Organellen genannt werden – darunter Mitochondrien, die Energie erzeugen, und Lysosomen, die Abfallstoffe abbauen. Das Zytoplasma verleiht der Zelle einen Großteil ihrer Form und ihres Volumens und ist der Ort, an dem viele der lebenswichtigen Zellfunktionen stattfinden. In der Pathologie liefert das Erscheinungsbild des Zytoplasmas unter dem Mikroskop wichtige Hinweise auf den Zelltyp und darauf, ob die Zelle normal oder abnormal erscheint.

Zytoplasma


Wie untersuchen Pathologen das Zytoplasma?

Pathologen untersuchen das Zytoplasma, indem sie Gewebeproben mit einer Kombination von Farbstoffen anfärben, die als Zytoplasma bezeichnet werden. Hämatoxylin und Eosin (H&E)Hämatoxylin färbt den Zellkern dunkelblau oder violett, während Eosin das Zytoplasma rosa färbt. Dieser Farbkontrast ermöglicht es dem Pathologen, Größe, Form und Beschaffenheit des Zytoplasmas jeder einzelnen Zelle auf dem Objektträger deutlich zu erkennen und diese Merkmale zwischen normalen und potenziell abnormalen Zellen zu vergleichen.

Auch die Menge an Zytoplasma variiert erheblich zwischen den Zelltypen. PlattenepithelzellenDie Zellen, die die flachen Oberflächenschichten der Haut und vieler innerer Organe bilden, besitzen reichlich Zytoplasma, das ihnen ihre charakteristische breite, flache Form verleiht. Lymphozyten — kleine Immunzellen, die im ganzen Körper vorkommen — besitzen sehr wenig Zytoplasma und erscheinen unter dem Mikroskop kompakt und fast vollständig aus Zellkern bestehend.

Wie beschreiben Pathologen das Zytoplasma?

Pathologen verwenden spezifische Begriffe, um Farbe, Textur und Zusammensetzung des Zytoplasmas zu beschreiben. Dies hilft, Zelltypen zu identifizieren und Erkrankungen zu diagnostizieren. Zu den gebräuchlichsten Begriffen gehören:

  • Eosinophil — Das Zytoplasma färbt sich mit Eosin hellrosa, was auf einen hohen Proteingehalt hinweist. Dies ist eine der häufigsten Beschreibungen und findet sich in vielen normalen und pathologischen Zelltypen.
  • Onkozytär Das Zytoplasma ist aufgrund einer ungewöhnlich hohen Anzahl von Mitochondrien im Zellinneren dicht rosa und körnig. Onkozytische Zellen kommen in bestimmten Schilddrüsen-, Speicheldrüsen- und Nierentumoren vor.
  • Löschen Das Zytoplasma erscheint transparent oder blass, da es Fett, Glykogen oder andere Substanzen enthält, die sich mit Standardfarbstoffen nicht anfärben lassen. Klares Zytoplasma ist ein Kennzeichen bestimmter Nierenzellkarzinome (klarzelliges Nierenzellkarzinom) und einiger anderer Tumorarten.
  • Basophil — Das Zytoplasma färbt sich blau oder violett, weil es Substanzen enthält, die den Hämatoxylinfarbstoff anziehen, was oft einen hohen RNA-Gehalt in aktiv wachsenden oder sezernierenden Zellen widerspiegelt.
  • Vakuolisiert Das Zytoplasma enthält einen oder mehrere klare Hohlräume, sogenannte Vakuolen, die Ansammlungen von Fett, Muzin oder anderen Substanzen enthalten können. Vakuolisiertes Zytoplasma findet sich in einigen sekretorischen Zellen und bestimmten Tumorarten.
  • Granularer — Das Zytoplasma enthält sichtbare kleine Partikel oder Granula, bei denen es sich um Sekretionsprodukte, Pigmente oder abnorme Ablagerungen handeln kann.

Warum ist das Zytoplasma in einem Pathologiebericht von Bedeutung?

Wenn in Ihrem Pathologiebericht das Zytoplasma von Zellen beschrieben wird – zum Beispiel „Zellen mit reichlich eosinophilem Zytoplasma“ oder „klares Zytoplasma“ – werden Merkmale aufgezeichnet, die dem Pathologen geholfen haben, den Zelltyp zu identifizieren und zu beurteilen, ob die Zellen normal oder abnormal aussehen.

Das Zytoplasma ist auch im Kontext von Immunhistochemie (IHC) Bei der Testung wird eine Färbung als „zytoplasmatisch positiv“ beschrieben. Dies bedeutet, dass der getestete Marker im Zytoplasma der Zelle nachgewiesen wurde – ein wichtiges Detail, da sich einige Marker normalerweise im Zellkern, andere im Zytoplasma und wieder andere auf der Zelloberfläche befinden und eine abweichende Lokalisation selbst diagnostisch bedeutsam sein kann.

Veränderungen in Menge, Farbe oder Beschaffenheit des Zytoplasmas gehören zu den Merkmalen, die Pathologen nutzen, um Krebs zu erkennen, bestimmte Tumorarten zu identifizieren und zu beurteilen, wie abnormale Zellen im Vergleich zu ihren normalen Gegenstücken aussehen.

Fragen an Ihren Arzt

  • Mein Befund beschreibt einen bestimmten Zytoplasmatyp – was sagt das dem Pathologen über meine Diagnose?
  • Ist das zytoplasmatische Erscheinungsbild der Zellen für dieses Gewebe normal oder handelt es sich um einen abnormalen Befund?

Verwandte Artikel auf MyPathologyReport.com

A+ A A-
War dieser Artikel hilfreich?
Danke für Ihre Rückmeldung!