E-Cadherin: Definition



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E-Cadherin (auch Cadherin-1 genannt) ist ein Protein, das sich auf der Oberfläche der meisten Epithelzellen befindet . Epithelzellen kleiden viele Oberflächen im Körper aus, darunter die Haut, Drüsen und das Innere von Organen wie Brust, Magen und Darm. E-Cadherin trägt dazu bei, dass diese Zellen zusammenhalten und ihre Struktur und Organisation erhalten. Geht E-Cadherin verloren oder funktioniert es nicht richtig, können sich die Zellen lösen und neigen eher dazu, sich auszubreiten – ein Phänomen, das häufig bei bestimmten Krebsarten beobachtet wird.

Was bewirkt E-Cadherin?

E-Cadherin spielt eine Schlüsselrolle bei der Zelladhäsion. Es trägt dazu bei, dass Zellen aneinander haften und so starkes, stabiles Gewebe bilden. Es trägt außerdem zur Aufrechterhaltung der Zellpolarität bei, also zur korrekten Anordnung verschiedener Zellteile. E-Cadherin ist an andere Proteine im Zellinneren gebunden und verankert es so im Zellinneren (Zytoskelett). Dadurch trägt es zur Kontrolle von Zellform, -wachstum und -bewegung bei.

Welche Zelltypen exprimieren normalerweise E-Cadherin?

E-Cadherin kommt in der Zellmembran der meisten normalen Epithelzellen vor. Dazu gehören Zellen in Brust, Dickdarm, Lunge, Haut und vielen Drüsen. Das Protein bildet einen starken, durchgehenden Ring um jede Zelle und trägt so zur Zellhaftung bei. Auch einige blutbildende Zellen, wie z. B. unreife rote Blutkörperchen, exprimieren E-Cadherin.

Wie testen Pathologen auf E-Cadherin?

Pathologen verwenden ein Verfahren namens Immunhistochemie (IHC), um E-Cadherin in Gewebeproben nachzuweisen. Dabei wird ein spezieller Antikörper zum Nachweis von E-Cadherin eingesetzt, und das Ergebnis wird mikroskopisch betrachtet. Ist E-Cadherin vorhanden und funktionsfähig, zeigt es sich als starke, durchgehende Färbung an den Zellrändern (Membranfärbung). Fehlt E-Cadherin, ist die Färbung schwach, fleckenförmig oder fehlt vollständig.

Das Ergebnis wird als positiv bewertet, wenn eine normale Färbung sichtbar ist, und als negativ , wenn die Färbung fehlt oder reduziert ist. Manchmal ist die E-Cadherin-Expression abnormal, beispielsweise wenn sie im Zellkern oder Zytoplasma anstatt in der Membran nachweisbar ist, was auf eine nicht-funktionelle Form des Proteins hindeuten kann.

Bei welchen Tumorarten kommt es zu Veränderungen des E-Cadherins?

Pathologen nutzen E-Cadherin zur Diagnose und Klassifizierung verschiedener Tumorarten. Bei manchen Krebsarten geht E-Cadherin verloren, was das Verhalten des Tumors beeinflussen kann.

  • Brustkrebs – E-Cadherin ist in der Regel beim duktalen Karzinom , einer häufigen Form von Brustkrebs, positiv . Im Gegensatz dazu fehlt es typischerweise beim lobulären Karzinom , das ein anderes Wachstumsmuster aufweist. Dieser Unterschied hilft Pathologen, die beiden Krebsarten zu unterscheiden.

  • Magenkrebs – Der Verlust von E-Cadherin ist häufig bei diffusem Magenkrebs , der tendenziell in einem verstreuten, weniger zusammenhängenden Wachstumsmuster wächst.

  • Urothelkarzinom – Eine seltene aggressive Form, das sogenannte plasmazytoide Urothelkarzinom, zeigt oft einen Verlust von E-Cadherin, was zum nicht-kohäsiven Erscheinungsbild der Tumorzellen beiträgt.

  • Pankreastumoren – Ein seltener Tumor namens solider pseudopapillärer Neoplasma weist keine E-Cadherin-Färbung auf, was hilft, ihn von anderen Pankreastumoren zu unterscheiden.

  • Hereditäres diffuses Magenkrebssyndrom – Menschen mit einer Mutation im CDH1-Gen, das E-Cadherin steuert, haben ein erhöhtes Risiko für diffusen Magenkrebs und lobulären Brustkrebs.

Warum ist E-Cadherin in einem Pathologiebericht wichtig?

Ein E-Cadherin-Test ist hilfreich, wenn Art oder Ursprung eines Tumors unklar sind. Beispielsweise kann die Unterscheidung zwischen einem invasiven lobulären Mammakarzinom (dem typischerweise E-Cadherin fehlt) und einem duktalen Karzinom (das üblicherweise E-Cadherin aufweist) die Diagnosestellung beeinflussen und Behandlungsentscheidungen beeinflussen. Bei anderen Tumorarten kann der Verlust von E-Cadherin mit aggressiverem Verhalten und einem höheren Ausbreitungsrisiko einhergehen.

Was bedeutet E-Cadherin-Verlust?

Wenn Tumorzellen E-Cadherin verlieren, werden sie oft beweglicher und binden weniger fest. Diese Veränderung kann dazu führen, dass der Krebs in benachbartes Gewebe eindringt und sich auf andere Körperteile ausbreitet. Der Verlust von E-Cadherin wird auch mit Resistenzen gegen bestimmte Behandlungen und schlechteren Ergebnissen bei manchen Krebsarten in Verbindung gebracht.

Fragen an Ihren Arzt

  • Wurde E-Cadherin in meinem Tumor getestet?

  • Was bedeutet das Ergebnis für meine Diagnose?

  • Könnte dies mit einer genetischen Erkrankung wie einer CDH1-Mutation zusammenhängen?

  • Hat das Ergebnis Auswirkungen auf meinen Behandlungsplan oder meine Prognose?

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