Exzision: Definition


4. März 2023


Exzision

Unter einer Exzision versteht man in der Pathologie die chirurgische Entfernung eines Gewebestücks aus dem Körper. Dieses Verfahren wird üblicherweise durchgeführt, um abnormales Gewebe wie einen Tumor oder einen Infektionsbereich zu entfernen, und kann sowohl zu diagnostischen als auch zu therapeutischen Zwecken durchgeführt werden. Im diagnostischen Kontext kann eine Exzision durchgeführt werden, um eine Gewebeprobe zur Untersuchung unter dem Mikroskop durch einen Pathologen zu entnehmen, was bei der Diagnose von Krankheiten oder Beschwerden hilfreich sein kann. Therapeutisch dient die Exzision dazu, erkranktes oder potenziell schädliches Gewebe aus dem Körper zu entfernen, um eine Erkrankung zu behandeln oder ihr Fortschreiten zu verhindern.

Arten von Exzisionen

Es gibt verschiedene Arten von Exzisionsverfahren, darunter:

  • Biopsie: Zur diagnostischen Untersuchung wird ein kleiner Gewebeabschnitt entnommen. Dies kann als Exzisionsbiopsie angesehen werden, wenn die gesamte Läsion entfernt wird.
  • Lokale Exzision: Entfernung eines Tumors und eines kleinen Randes des umgebenden gesunden Gewebes, typischerweise bei kleinen oder lokalisierten Läsionen.
  • Breite Exzision: Dabei wird der Tumor zusammen mit einem größeren Bereich des umgebenden gesunden Gewebes entfernt, um sicherzustellen, dass keine bösartigen Zellen zurückbleiben. Dies wird häufig bei der Krebsbehandlung eingesetzt.
  • Mohs-Chirurgie: Eine präzise Technik, die insbesondere bei Hautkrebs eingesetzt wird und bei der dünne Schichten krebshaltiger Haut entfernt und untersucht werden, bis nur noch krebsfreies Gewebe übrig bleibt.

Der spezifische Ansatz zur Exzision hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Art, Größe und Lage des zu entfernenden Gewebes oder Tumors sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten.

Klinische Bedeutung

Die pathologische Untersuchung des herausgeschnittenen Gewebes spielt eine entscheidende Rolle bei der Bereitstellung diagnostischer Informationen, beispielsweise über die Art der vorhandenen Zellen und ob ein Tumor vorliegt gutartig (nicht krebsartig) oder maligne (krebsartig) und im Falle von Krebs der Tumor Margen (ob der Tumor vollständig entfernt wurde). Diese Informationen sind wichtig, um die Notwendigkeit einer weiteren Behandlung, beispielsweise einer zusätzlichen Operation, Chemotherapie oder Strahlentherapie, zu bestimmen und den wahrscheinlichen Krankheitsverlauf vorherzusagen.

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