Von Pathologen geprüft
December 28, 2025
KRATZEN Das KRAS-Gen ist ein Gen, das in nahezu allen Körperzellen vorkommt. Gene sind aus DNA bestehende Anweisungen, die Zellen mitteilen, wie sie wachsen, sich teilen und funktionieren sollen. Das KRAS-Gen liefert die Anweisungen zur Herstellung eines Proteins, das die Reaktion der Zellen auf Wachstumssignale steuert.
KRAS wird auch als BiomarkerEin Biomarker ist ein messbares Merkmal eines Tumors, wie beispielsweise eine Genveränderung oder ein verändertes Protein, das Aufschluss darüber gibt, wie sich der Krebs verhält oder wie er auf eine Behandlung anspricht. In Pathologieberichten wird KRAS üblicherweise erwähnt, da Tests zur Identifizierung durchgeführt wurden. Mutationen (Veränderungen), die die Pflege steuern können.
In normalen, gesunden Zellen fungiert das KRAS-Protein wie ein Ein-Aus-Schalter für das Zellwachstum.
Wenn eine Zelle ein Signal von außen empfängt (z. B. einen Wachstumsfaktor), wird KRAS kurzzeitig aktiviert, um das Zellwachstum oder die Zellteilung zu fördern. Sobald das Signal abklingt, wird KRAS wieder deaktiviert. Diese präzise Steuerung stellt sicher, dass Zellen nur bei Bedarf wachsen und ihr Wachstum zum richtigen Zeitpunkt stoppen.
Veränderungen des KRAS-Gens treten häufig bei verschiedenen Krebsarten auf, darunter:
Dickdarm- und Enddarmkrebs.
Lungenkrebs (insbesondere Adenokarzinom).
Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Einige Krebsarten der Gallenwege und des Dünndarms.
Nicht alle Krebsarten weisen KRAS-Mutationen auf, und das Vorhandensein einer KRAS-Mutation allein sagt nichts darüber aus, wie weit eine Krebserkrankung fortgeschritten ist.
Krebs entsteht, wenn Zellen unkontrolliert wachsen und sich teilen.
Bei einer Mutation des KRAS-Gens kann das Protein dauerhaft aktiviert bleiben. Dadurch erhält die Zelle ständig Wachstumssignale, selbst wenn sie eigentlich aufhören sollte. Mit der Zeit kann dieses unkontrollierte Wachstum zur Tumorbildung führen.
KRAS-Mutationen sind in der Regel erworben, das heißt, sie entwickeln sich im Laufe des Lebens eines Menschen in Tumorzellen und werden nicht von den Eltern vererbt.
Pathologen testen auf KRAS, weil es ein wichtiger prädiktiver Biomarker ist, der helfen kann, vorherzusagen, ob bestimmte Behandlungen wahrscheinlich erfolgreich sein werden.
Bei einigen Krebsarten, darunter Darm- und Lungenkrebs, sind gezielte Therapien nur dann wirksam, wenn keine KRAS-Mutation vorliegt. Ist eine KRAS-Mutation vorhanden, helfen diese Behandlungen wahrscheinlich nicht, und es werden gegebenenfalls andere Therapieoptionen empfohlen.
Die Testung auf KRAS hilft Ärzten, die Behandlung zu personalisieren, indem sie Therapien auswählen, die mit höherer Wahrscheinlichkeit wirksam sind, und solche vermeiden, die wahrscheinlich keinen Nutzen bringen.
Die KRAS-Testung erfolgt an Tumormaterial, üblicherweise aus einer Biopsie oder chirurgisch entferntem Gewebe. In manchen Fällen kann KRAS auch anhand einer Blutprobe getestet werden, was oft als Flüssigbiopsie bezeichnet wird. Dabei wird nach Tumor-DNA gesucht, die im Blutkreislauf zirkuliert.
Zur Diagnose von KRAS können verschiedene Labormethoden eingesetzt werden, darunter:
Polymerasekettenreaktion (PCR)–basierte Tests, die nach häufigen KRAS-Mutationen suchen.
Sequenzierung der nächsten Generation (NGS), das KRAS zusammen mit vielen anderen krebsbezogenen Genen gleichzeitig untersuchen kann.
Die Sanger-Sequenzierung ist eine ältere, aber in bestimmten Anwendungsbereichen immer noch nützliche DNA-Sequenzierungsmethode.
Die Ergebnisse der KRAS-Untersuchung finden sich üblicherweise im Abschnitt „Molekulardiagnostik“, „Biomarker-Testung“ oder „Zusatzuntersuchungen“ des Pathologieberichts. Dieser Abschnitt fasst die am Tumor durchgeführten Gentests zusammen, die als Grundlage für die Therapieentscheidung dienen.
KRAS-Ergebnisse werden am häufigsten auf eine der folgenden Arten berichtet:
KRAS-Mutation nachgewiesen, anschließend die spezifische Mutation identifiziert.
Es wurde keine KRAS-Mutation nachgewiesen, was manchmal auch als KRAS-Wildtyp bezeichnet wird.
Wird eine Mutation festgestellt, kann der Bericht die genaue Veränderung im KRAS-Gen auflisten. Ihr Bericht kann außerdem einen kurzen Kommentar enthalten, der erläutert, wie sich das KRAS-Ergebnis auf die Behandlungsoptionen auswirkt, beispielsweise ob bestimmte zielgerichtete Therapien voraussichtlich wirksam sind oder nicht.
Wurde mein Tumor auf KRAS getestet?
Gilt KRAS als Biomarker bei meiner Krebserkrankung?
Wurden KRAS-Mutationen gefunden?
Wie beeinflussen meine KRAS-Ergebnisse meine Behandlungsmöglichkeiten?
Gibt es weitere Biomarker oder Gentests, die durchgeführt werden sollten?