Papillen sind kleine, fingerförmige Gewebeausstülpungen, die an vielen verschiedenen Körperstellen vorkommen. Jede Papille besitzt einen zentralen Kern, der in der Regel aus Bindegewebe und kleinen Blutgefäßen besteht und von einer Zellschicht umgeben ist. Papillen sind in bestimmten Organen eine normale Struktur, können aber auch bei bestimmten gutartigen Wucherungen und Krebserkrankungen auftreten.
Papillen sind Teil der normalen Struktur vieler Gewebe und Organe. Sie kommen beispielsweise in der Haut (dermale Papillen), der Zunge (Geschmacksknospen sitzen auf Papillen) und der Niere (renale Papillen helfen beim Abfluss des Urins) vor. In diesen Bereichen vergrößern Papillen die Gewebeoberfläche, bieten strukturelle Unterstützung und ermöglichen Blutgefäßen, die Zellen an der Oberfläche zu erreichen.
Unter dem Mikroskop erscheinen Papillen als gewebeartige Ausstülpungen, die wie winzige Finger nach außen ragen. Sie enthalten einen zentralen Stützkern, den sogenannten fibrovaskulären Kern , der Bindegewebe und kleine Blutgefäße umfasst. Die Außenseite jeder Papille ist mit Epithelzellen ausgekleidet , jenen Zellen, die Oberflächen bedecken und Drüsen auskleiden. Das genaue Aussehen der Papillen hängt vom jeweiligen Organ und der Art der sie bedeckenden Zellen ab.
Pathologen beschreiben Papillen in pathologischen Befunden, da deren Vorhandensein zur Identifizierung der Art des Wachstums oder Tumors beitragen kann. Zum Beispiel:
Gutartige Papillome sind nicht-krebsartige Wucherungen, die aus Papillen bestehen, welche von normalen oder leicht abnormalen Zellen bedeckt sind.
Papilläre Karzinome sind Krebserkrankungen, bei denen die Tumorzellen um Papillen herum wachsen. Beispiele hierfür sind das papilläre Schilddrüsenkarzinom , das papilläre Nierenzellkarzinom und das papilläre Adenokarzinom der Lunge .
Das Vorhandensein von Papillen hilft Pathologen zusammen mit anderen mikroskopischen Merkmalen bei der Beurteilung, ob ein Tumor gutartig oder bösartig ist.
Nicht immer. Papillen können sowohl bei gutartigen als auch bei bösartigen Erkrankungen gefunden werden. Bei gutartigen Wucherungen sehen die Zellen, die die Papillen auskleiden, normal oder nur leicht abnormal aus. Bei Krebserkrankungen weisen die Zellen, die die Papillen bedecken, Veränderungen auf, die auf aggressives oder unkontrolliertes Wachstum hindeuten. Ihr Pathologiebericht wird erklären, ob Papillen in einem gutartigen Zustand (z. B. einem Papillom) oder bei einer Krebserkrankung gefunden wurden.
Warum wurden in meinem Pathologiebericht Papillen erwähnt?
Wurden die Papillen bei einer gutartigen Wucherung oder bei Krebs beobachtet?
Wie hilft das Vorhandensein von Papillen bei der Bestätigung meiner Diagnose?
Hat dieser Befund Auswirkungen auf meinen Behandlungs- oder Nachsorgeplan?