PRAME steht für „preferentially expressed antigen in Melanom.“ Es handelt sich um ein spezielles Protein, das sogenannte Hodenkrebs-Antigen. Das bedeutet, dass PRAME üblicherweise in Krebszellen und normalen Zellen im Hoden vorkommt, selten jedoch in anderen normalen Körpergeweben. Da PRAME hauptsächlich in Krebszellen vorkommt, testen Pathologen häufig auf dieses Protein, um bestimmte Krebsarten, insbesondere Melanome, eine Art von Hautkrebs, zu diagnostizieren.
In normalem, gesundem Gewebe wird PRAME vor allem in den Hoden exprimiert, insbesondere in Zellen, die an der frühen Spermienproduktion beteiligt sind. In geringeren Konzentrationen findet es sich auch in einigen anderen Geweben, wie den Eierstöcken, der Plazenta, den Nebennieren und der Gebärmutterschleimhaut. Die PRAME-Expression in diesen Geweben ist normal und nicht mit Erkrankungen assoziiert.
Pathologen testen auf PRAME mit einer speziellen Labortechnik namens ImmunhistochemieBei diesem Test werden Antikörper eingesetzt, die spezifisch an PRAME-Proteine in Gewebeproben binden. Ist PRAME vorhanden, binden die Antikörper daran, was zu einer sichtbaren Zellkernfärbung unter dem Mikroskop führt. Pathologen beurteilen, ob die Färbung diffus (in den meisten Zellen sichtbar) oder fokal (auf wenige Zellen beschränkt) ist. Typischerweise wird eine diffuse Färbung mit Krebserkrankungen wie Melanomen in Verbindung gebracht, während gutartige (nicht-krebsartige) Erkrankungen meist nur eine geringe oder gar keine Färbung aufweisen.
Die meisten gutartigen Tumoren, wie z. B. gewöhnliche Hautmale (Nävi), sind in der Regel negativ oder zeigen nur eine fokale oder fleckige PRAME-Färbung. Eine diffuse oder großflächige Färbung ist bei gutartigen Tumoren sehr selten. Während beispielsweise ein kleiner Prozentsatz (ca. 13–19 %) der Nävi eine fokale PRAME-Färbung zeigt, zeigen nur sehr wenige eine diffuse Positivität. Ebenso exprimieren gutartige Nervenscheidentumoren selten PRAME, und wenn doch, ist die Expression schwach und auf sehr wenige Zellen beschränkt.
PRAME kommt häufig bei Melanomen vor, darunter primäre Hautmelanome, metastasierte Melanome (Melanome, die sich ausgebreitet haben) und Melanome, die Schleimhäute betreffen. Etwa 70–95 % der primären Melanome (nicht-spindelförmig) und etwa 90 % der metastasierten Melanome weisen eine diffuse PRAME-Färbung auf. PRAME wird auch von anderen Krebsarten exprimiert, darunter bestimmte Sarkome (wie Synovialsarkom , myxoides Liposarkom), bösartige periphere Nervenscheidentumoren, einige Leukämien und Lymphome sowie bestimmte Karzinome wie Eierstock-, Endometrium-, Lungen-, Brust-, Speicheldrüsen- und Keimzelltumoren.
Pathologen testen PRAME, um zwischen Melanomen und gutartigen Hautveränderungen wie Muttermalen zu unterscheiden. Eine diffuse PRAME-Färbung unterstützt die Diagnose eines Melanoms, während eine negative oder fokale Färbung eine gutartige Läsion begünstigt. PRAME-Tests können Pathologen außerdem bei Folgendem unterstützen:
Feststellen, ob sich das Melanom ausgebreitet hat auf Lymphknoten.
Genaue Beurteilung der Tumorränder, insbesondere bei Melanoma in situ.
Klärung schwer zu interpretierender Fälle, bei denen Melanome und gutartige Erkrankungen unter dem Mikroskop ähnlich erscheinen.
Aufklärung über das Risiko einer Melanomstreuung, insbesondere bei Augenmelanomen (Uvealmelanomen), im Rahmen spezifischer Prognoseuntersuchungen.
Wurde PRAME an meiner Biopsie- oder Operationsprobe getestet und was waren die Ergebnisse?
Hat das Vorhandensein oder Fehlen von PRAME Auswirkungen auf meine Diagnose oder meinen Behandlungsplan?
Sind aufgrund meiner PRAME-Ergebnisse zusätzliche Tests erforderlich?
Wenn PRAME positiv war, bedeutet das, dass mein Krebs aggressiver ist oder sich wahrscheinlich ausbreitet?
Welchen Einfluss haben die PRAME-Ergebnisse auf meine Nachsorge?
Gibt es weitere Tests, die Sie auf Grundlage der PRAME-Ergebnisse empfehlen?