Von Pathologen geprüft am:
6. Januar 2026
Mallory-Denk-Körper sind abnorme Proteinablagerungen, die in Leberzellen vorkommen und als solche bezeichnet werden. HepatozytenDiese Proteinklumpen bilden sich, wenn Leberzellen geschädigt werden und bestimmte Strukturproteine nicht mehr normal verarbeiten oder ausscheiden können.
Mallory-Denk-Körper sind keine eigenständige Krankheit. Vielmehr handelt es sich um einen mikroskopischen Befund, der Pathologen darauf hinweist, dass die Leber im Laufe der Zeit belastet oder geschädigt wurde.
Hepatozyten sind die primären Arbeitszellen der Leber. Sie erfüllen viele lebenswichtige Aufgaben, darunter die Produktion von Galle, die Verarbeitung von Nährstoffen, die Filterung von Giftstoffen und die Herstellung von Proteinen, die der Körper benötigt. Werden Hepatozyten wiederholt oder schwer geschädigt, kann sich ihre innere Struktur verändern, was zur Bildung von Mallory-Denk-Körperchen führt.

Mallory-Denk-Körper bestehen aus beschädigten Strukturproteinen, die normalerweise zur Form und Stabilität von Leberzellen beitragen. Diese Proteine, Keratine genannt, falten sich falsch und verklumpen, anstatt abgebaut und entfernt zu werden. Unter dem Mikroskop erscheinen diese Verklumpungen als dichtes, unregelmäßiges Material im Zytoplasma (dem Zellinneren).
Unter dem Mikroskop erscheinen Mallory-Denk-Körper als seilartige oder verwickelte rosafarbene Strukturen innerhalb der Hepatozyten. Sie verändern häufig die normale Zellform und treten typischerweise in Lebergewebe auf, das auch Anzeichen einer Entzündung oder Verletzung aufweist.
Pathologen Mallory-Denk-Körper können mithilfe von Routinefärbungen identifiziert und bei Bedarf mit Spezialfärbungen bestätigt werden.
Mallory-Denk-Körperchen sind bei verschiedenen Lebererkrankungen zu beobachten, insbesondere bei solchen, die mit einer lang anhaltenden Schädigung einhergehen.
Häufig damit verbundene Erkrankungen sind:
Alkoholbedingte Lebererkrankung, bei der wiederholter Alkoholkonsum die Leberzellen schädigt.
Nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH), eine Form der Fettlebererkrankung, die mit Fettleibigkeit, Diabetes und dem metabolischen Syndrom in Verbindung steht.
Chronisch cholestatisch Lebererkrankungen, bei denen der Gallenfluss beeinträchtigt ist.
Morbus Wilson, eine genetische Erkrankung, die mit einer Kupferansammlung in der Leber einhergeht.
Spezifische arzneimittelbedingte oder toxische Leberschäden.
Das Vorhandensein von Mallory-Denk-Körpern hilft Pathologen, Muster von Leberschäden zu erkennen, führt aber nicht zu einer eindeutigen Diagnose.
Mallory-Denk-Körperchen können in einem Pathologiebericht beschrieben werden, wenn eine Leberbiopsie Hinweise auf eine akute oder zurückliegende Leberzellschädigung zeigt. Ihr Vorhandensein stützt die Diagnose einer Lebererkrankung, die durch chronischen Stress, Entzündungen oder toxische Belastung verursacht wird.
Pathologen interpretieren Mallory-Denk-Körper zusammen mit anderen Befunden, wie zum Beispiel Steatose, Entzündung, Fibrose (Narbenbildung) und Cholestaseum die zugrunde liegende Ursache der Leberschädigung zu ermitteln.
Mallory-Denk-Körperchen selbst verursachen keine Symptome und sind an sich nicht schädlich. Sie sind jedoch ein Zeichen dafür, dass Leberzellen geschädigt wurden, oft wiederholt.
Die Bedeutung dieses Befundes hängt vom allgemeinen Zustand der Leber und der zugrunde liegenden Erkrankung ab. Die Behandlung der Ursache der Leberschädigung kann weitere Schäden verringern, selbst wenn noch Mallory-Denk-Körper im Gewebe sichtbar sind.
Warum wurden Mallory-Denk-Körper in meiner Leberbiopsie gefunden?
Welche Art von Leberschädigung vermuten sie in meinem Fall?
Stehen diese Befunde im Zusammenhang mit Alkoholkonsum, Fettlebererkrankung oder einer anderen Erkrankung?
Bedeutet das, dass meine Lebererkrankung schwerwiegend oder schon länger besteht?
Welche Maßnahmen kann ich ergreifen, um meine Leber zukünftig zu schützen?