Elastofibrom: Ihren Pathologiebericht verstehen

Von Jason Wasserman MD PhD FRCPC
August 14, 2024


Hintergrund:

Ein Elastofibrom ist eine seltene, gutartig (nicht krebsartiges) Wachstum, das sich normalerweise in den Weichteilen in der Nähe der Schulterblätter entwickelt. Es besteht aus einer Mischung aus Bindegewebe (ähnlich wie Narbengewebe) und abnormalen elastischen Fasern (die Fasern, die der Haut und anderen Geweben ihre Dehnbarkeit verleihen). Elastofibrome treten am häufigsten bei älteren Erwachsenen auf und sind häufiger bei Frauen. Obwohl sie eine beträchtliche Größe erreichen können, sind Elastofibrome nicht schädlich und breiten sich nicht auf andere Körperteile aus.

Was sind die Symptome eines Elastofibroms?

Viele Menschen mit einem Elastofibrom haben keine Symptome und das Wachstum wird oft zufällig bei bildgebenden Untersuchungen für andere Erkrankungen entdeckt. Wenn Symptome auftreten, können sie Folgendes umfassen:

  • Ein Knoten oder eine Schwellung: Das Elastofibrom kann eine auffällige Beule oder Schwellung in der Nähe des Schulterblattes verursachen.
  • Schmerzen oder Beschwerden: Manche Menschen verspüren möglicherweise Schmerzen oder ein Unbehagen im betroffenen Bereich, insbesondere beim Bewegen der Schulter.
  • Klicken oder Schnappen: Bei großen Elastofibromen kann die Bewegung des Schulterblattes ein Klick- oder Schnappgefühl hervorrufen.

Was verursacht ein Elastofibrom?

Die genaue Ursache des Elastofibroms ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass es durch wiederholte mechanische Belastung oder Reibung zwischen dem Schulterblatt und den darunter liegenden Rippen entsteht. Diese Belastung kann zur Bildung von abnormalem faserigem und elastischem Gewebe führen. Das Elastofibrom ist nicht vererbt, d. h. es tritt nicht familiär auf und ist nicht mit bestimmten genetischen Veränderungen verbunden.

Mikroskopische Merkmale des Elastofibroms

Unter dem Mikroskop besteht ein Elastofibrom aus zwei Hauptbestandteilen: Bindegewebe und abnormale elastische Fasern. Das Bindegewebe ähnelt Narbengewebe und erscheint als dichte, kollagenreiche Bereiche. Die elastischen Fasern, die dem Wachstum seinen Namen geben, sind dick und unregelmäßig und bilden oft Klumpen oder seilartige Strukturen. Diese Fasern können dunkler erscheinen, wenn sie mit spezielle Flecken im Labor verwendet. Die Kombination dieser beiden Elemente verleiht dem Elastofibrom sein charakteristisches Aussehen, das Pathologen hilft, es von anderen Arten von Weichteilwucherungen zu unterscheiden.

Dieses Bild zeigt ein Elastofibrom unter dem Mikroskop. Die elastischen Fasern wurden mit einem speziellen Farbstoff schwarz gefärbt.
Dieses Bild zeigt ein Elastofibrom unter dem Mikroskop. Die elastischen Fasern wurden mit einem speziellen Farbstoff schwarz gefärbt.

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