Ihr Pathologiebericht für orale melanotische Makula

von Jason Wasserman MD PhD FRCPC
25. Februar 2026


An orale melanotische Makula ist eine gutartig (nicht krebsartiger), flacher, pigmentierter Fleck an der Mundschleimhaut.

Das Innere des Mundes ist von einer dünnen Schutzschicht bedeckt, die als Mundschleimhaut bezeichnet wird. EpithelBei einer oralen melanotischen Makula kommt es zu einer kleinen, lokal begrenzten Zunahme von Melanin, dem Pigment, das Haut und Schleimhäuten ihre Farbe verleiht. Dieses zusätzliche Pigment verursacht einen sichtbaren braunen, grauen oder blauen Fleck.

Eine orale melanotische Makula ist kein Krebs und gilt nicht als Krebsvorstufe. Sie entwickelt sich nicht zu einem Melanom oder einer anderen Krebsart.

Wo tritt eine orale melanotische Makula auf?

Melanotische Flecken in der Mundhöhle können überall auftreten, finden sich aber am häufigsten an den Lippen, insbesondere an der Unterlippe. Sie können auch am Zahnfleisch, am harten Gaumen oder an der Wangeninnenseite vorkommen.

Wie sieht ein oraler melanotischer Makula aus?

Eine orale melanotische Makula zeigt sich als scharf abgegrenzter, flacher Fleck mit Verfärbung. Die Farbe kann von hellbraun bis dunkelbraun oder von grau bis blau variieren.

Diese Flecken sind in der Regel klein, oft weniger als 1 Zentimeter groß. Sie sind glatt und bilden keine erhabenen Knoten. Größe und Farbe bleiben im Allgemeinen über die Zeit unverändert.

Was verursacht eine orale melanotische Makula?

Die genaue Ursache von oralen melanotischen Makulae ist noch nicht vollständig geklärt. Sie entstehen durch eine erhöhte Melaninbildung in einem kleinen Bereich der Mundschleimhaut.

Bei Läsionen an den Lippen kann chronische Sonneneinstrahlung die Pigmentbildung begünstigen. In anderen Bereichen des Mundes kann es ohne erkennbaren Auslöser zu einer vermehrten Pigmentierung kommen. Orale melanotische Flecken werden in den meisten Fällen nicht durch Infektionen verursacht und stehen in keinem Zusammenhang mit systemischen Erkrankungen.

Muss ein oraler melanotischer Fleck entfernt werden?

Melanotische Flecken im Mundraum sind harmlos und bedürfen in der Regel keiner Behandlung.

Bei unklarer Diagnose oder ungewöhnlichen Merkmalen der Läsion wie schnellem Wachstum, unregelmäßigen Rändern oder Farbveränderungen kann eine Biopsie empfohlen werden. Mithilfe einer Biopsie untersucht ein Pathologe das Gewebe mikroskopisch und bestätigt, dass die Läsion gutartig ist.

Eine Entfernung kann auch aus kosmetischen Gründen in Betracht gezogen werden, insbesondere bei Lippenläsionen.

Wie wird diese Diagnose gestellt?

Die Diagnose kann aufgrund des klinischen Erscheinungsbildes bei einer zahnärztlichen oder medizinischen Untersuchung vermutet werden. Da jedoch andere pigmentierte Läsionen der Mundhöhle ein ähnliches Erscheinungsbild aufweisen können, wird zur Bestätigung der Diagnose mitunter eine Biopsie durchgeführt.

Die endgültige Diagnose wird nach mikroskopischer Untersuchung durch einen Pathologen gestellt.

Mikroskopische Merkmale

Unter dem Mikroskop zeigt eine orale melanotische Makula eine erhöhte Menge an Melaninpigment in der Basalschicht des Epithels. Die Basalschicht ist die tiefste Schicht der Oberflächenauskleidung.

Die Anzahl der MelanozytenDie Anzahl der Melanozyten, die Melanin produzieren, ist in der Regel normal. Dies ist ein wichtiges Merkmal, da es hilft, einen oralen melanotischen Fleck von anderen pigmentierten Läsionen, wie z. B. einem melanozytären Nävus oder einem malignen Melanom, zu unterscheiden, die eine erhöhte Anzahl von Melanozyten aufweisen.

Das darüberliegende Epithel erscheint normal und zeigt keine Dysplasie oder atypische Zellen. Im darunterliegenden Bindegewebe, der Lamina propria, können geringe Mengen Pigment in Makrophagen, Immunzellen, die Pigmente abbauen, sichtbar sein.

Spezielle Färbemethoden, wie die Fontana-Masson-Färbung, können bei Bedarf verwendet werden, um das Melanin-Pigment sichtbar zu machen. Eisentests fallen in der Regel negativ aus, was die Annahme bestätigt, dass es sich bei dem Pigment um Melanin und nicht um ein Blutfarbstoff handelt.

Besteht ein Zusammenhang zwischen einer melanotischen Makula im Mundraum und Krebs?

Nein. Melanotische Flecken auf der Mundschleimhaut sind gutartig und mit keinem erhöhten Krebsrisiko verbunden. Sie haben kein malignes Potenzial, das heißt, sie entwickeln sich im Laufe der Zeit nicht zu einem Melanom oder anderen Krebsarten.

Fragen, die Sie Ihrem Arzt stellen möchten

  • Ist die Diagnose sicher oder benötige ich eine Biopsie?

  • Gibt es Merkmale, die diese Läsion besorgniserregend machen?

  • Sollte die Läsion auf Veränderungen überwacht werden?

  • Sind Nachuntersuchungen erforderlich?

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