Jason Wasserman MD PhD FRCPC
14. Juni 2025
Ein papilläres Adenom ist ein kleiner, gutartiger Nierentumor. Er entsteht aus winzigen Tubuli in der Niere. Papilläre Adenome sind typischerweise weniger als 15 Millimeter (ca. 0.6 Zoll) groß. Sie weisen häufig ein papilläres Wachstumsmuster auf, das heißt, sie entwickeln sich in kleinen, fingerartigen Ausstülpungen. Manchmal ist das Wachstumsmuster tubulär oder eine Kombination aus tubulärem und papillärem (tubulopapillärem) Wachstum. Papilläre Adenome verursachen in der Regel keine gesundheitlichen Probleme und breiten sich nie in andere Körperteile aus.
Fast alle papillären Adenome werden zufällig entdeckt und verursachen keine spürbaren Symptome. Ärzte entdecken sie typischerweise zufällig bei bildgebenden Verfahren oder Untersuchungen zu anderen Zwecken. Aufgrund ihrer geringen Größe verursachen sie in der Regel keine Schmerzen, Blut im Urin oder andere Symptome, die üblicherweise mit größeren Nierentumoren in Verbindung gebracht werden.
Die genaue Ursache papillärer Adenome ist nicht bekannt. Bestimmte Faktoren erhöhen jedoch die Wahrscheinlichkeit ihrer Entstehung. Dazu gehören:
Höheres Alter: Papilläre Adenome kommen häufiger bei älteren Erwachsenen vor und nehmen mit zunehmendem Alter immer mehr zu.
Langfristige Nierenerkrankungen: Personen, die sich einer Langzeitdialyse unterziehen oder an einer Nierenerkrankung leiden, die die Blutgefäße oder Glomeruli (die Filtereinheiten in den Nieren) betrifft, haben ein höheres Risiko, papilläre Adenome zu entwickeln.
Erworbene zystische Nierenerkrankung: Menschen, die Zysten in ihren Nieren entwickeln, insbesondere nach einer Dialyse, haben ein höheres Risiko, an papillären Adenomen zu erkranken.
Genetische Erkrankungen: Papilläre Adenome können auch bei Personen mit Erbkrankheiten wie dem hereditären papillären Nierenzellkarzinom auftreten, obwohl dies weniger häufig vorkommt.
Papilläre Adenome werden meist zufällig bei bildgebenden Verfahren wie Ultraschall, CT oder MRT entdeckt, die aus anderen Gründen durchgeführt werden. Bei diesen bildgebenden Verfahren erscheinen sie als kleine Massen oder Wucherungen in der Niere.
Wenn Ihr Arzt einen kleinen Nierentumor findet, empfiehlt er möglicherweise die Entfernung des Tumors ohne vorherige Biopsie. Nach der Entfernung wird der Tumor von einem Pathologen unter dem Mikroskop untersucht. Der Pathologe bestätigt die Diagnose eines papillären Adenoms anhand seines Aussehens und seiner Merkmale.
Unter dem Mikroskop bestehen papilläre Adenome aus kleinen, runden Zellen, die fingerartige Strukturen (Papillen), Röhren (Tubuli) oder beides (tubulopapillär) bilden. Die Zellen haben ein helles, klar wirkendes Inneres und sind in Größe und Form einheitlich. Größe und Form der Zellen variieren nur minimal, und sie teilen sich selten. Besondere Merkmale wie schaumige Makrophagen (Immunzellen) und kleine Kalziumablagerungen, sogenannte Psammomkörper, können manchmal vorhanden sein.
Papilläre Adenome sind nicht von einer klaren Kapsel umgeben, das heißt, sie verschmelzen allmählich mit dem umgebenden normalen Nierengewebe.
Obwohl die Begriffe papilläres Adenom und papilläres Nierenzellkarzinom ähnlich klingen, handelt es sich um sehr unterschiedliche Erkrankungen.
Papilläres Adenom ist ein kleiner, nicht krebsartiger Tumor mit einer Größe von höchstens 15 Millimetern. Es besteht ein sehr geringes Risiko, dass er größer wird, sich ausbreitet oder gesundheitliche Probleme verursacht.
Papilläres Nierenzellkarzinom ist ein bösartiger (bösartiger) Tumor. Er neigt dazu, größer zu werden, kann sich auf andere Körperteile ausbreiten und erfordert in der Regel eine Behandlung.
Die Hauptunterschiede zwischen diesen beiden Tumorarten liegen in ihrer Größe, ihrem Zellbild und ihrem Verhalten. Ärzte untersuchen Tumorgröße und mikroskopische Merkmale sorgfältig, um eine klare Unterscheidung zu treffen.
Papilläre Adenome sind gutartige Tumoren, die sich nicht ausbreiten oder zu Krebs werden. Sie sind nicht lebensbedrohlich und haben eine ausgezeichnete Prognose. Nach der chirurgischen Entfernung treten papilläre Adenome in der Regel nicht wieder auf, und zusätzliche Behandlungen sind in der Regel nicht erforderlich.
Wichtig ist, dass ein papilläres Adenom in der Niere die Nierenfunktion in der Regel nicht beeinträchtigt. Selbst wenn es in einer Niere gefunden wird, die für eine Spende und Transplantation vorgesehen ist, verhindert ein papilläres Adenom in der Regel nicht eine erfolgreiche Transplantation.
Wenn Ärzte einen Tumor entfernen, entfernen sie auch das umgebende gesunde Gewebe – den sogenannten Rand. Pathologen untersuchen diese Ränder unter dem Mikroskop genau, um festzustellen, ob an den Rändern noch Tumorzellen vorhanden sind.
Negative Ränder: An den Rändern sind keine Tumorzellen mehr zu sehen. Dies bedeutet in der Regel, dass der Tumor vollständig entfernt wurde.
Positive Margen: An den Rändern wurden Tumorzellen gefunden, was darauf schließen lässt, dass möglicherweise noch Tumorzellen vorhanden sind.
Da es sich bei papillären Adenomen um gutartige Tumoren handelt, stellt ein positiver Randbefund in der Regel kein ernsthaftes Risiko dar. Ihr Arzt wird jedoch den Randstatus mit Ihnen besprechen und entscheiden, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind.
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