von Kimberly Wood, MD MSc FRCPC
3. Oktober 2025
A komplexe sklerosierende Läsion (CSL) ist eine gutartig (nicht krebsartiges) Wachstum in der Brust. Unter dem Mikroskop weist es einen zentralen Bereich aus narbenartigem Gewebe mit nach außen strahlenförmigen Gängen und Drüsen auf, weshalb es manchmal als radiale Narbe bezeichnet wird.
Obwohl der Name das Wort „Narbe“ enthält, entstehen CSLs nicht nach einer Verletzung oder Operation. Es handelt sich um abnorme Wucherungen des Brustgewebes, die das Aussehen von Narbengewebe imitieren.
CSLs selbst sind nicht krebsartig, aber Frauen mit CSLs haben ein etwas höheres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, als Frauen ohne CSLs.
Die meisten CSLs verursachen keine Symptome. Sie werden oft zufällig entdeckt, wenn aus einem anderen Grund eine bildgebende Untersuchung der Brust (z. B. Mammographie oder Ultraschall) durchgeführt wird. In seltenen Fällen wird ein CSL so groß, dass es als Knoten in der Brust ertastet wird.
Die Ursachen für die Entstehung von CSL sind noch nicht bekannt. Man geht davon aus, dass sie durch ein Überwuchern normaler Brustgewebebestandteile entstehen, insbesondere der Milchgänge, Drüsen und des stützenden Bindegewebes.
CSLs sind kein Krebs, aber Studien haben gezeigt, dass Frauen mit CSLs ein etwas höheres Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken, als Frauen ohne CSLs.
Dieses erhöhte Risiko kann mit zusätzlichen Veränderungen zusammenhängen, die manchmal in und um CSLs beobachtet werden, wie zum Beispiel:
Proliferative Veränderungen – Eine Zunahme der Anzahl normaler Zellen in den Gängen und Drüsen.
Atypie – Zellen, die abnormal aussehen, aber kein Krebs sind.
Da sich CSLs manchmal verstecken oder neben Krebs auftreten können, empfehlen Ärzte häufig eine chirurgische Entfernung oder eine sorgfältige Nachsorge, um sicherzustellen, dass kein Krebs vorliegt.
CSLs können erstmals bei bildgebenden Verfahren wie Mammographie oder Ultraschall vermutet werden, insbesondere wenn die Läsion größer als 1 cm ist. Sie können auf Bildern Brustkrebs sehr ähnlich sehen, weshalb ein Biopsie ist normalerweise erforderlich.
Biopsie – Mit einer Nadel wird ein kleines Stück Gewebe entnommen. Wenn die Pathologe Wenn Merkmale von CSL erkennbar sind, kann die Diagnose gestellt werden.
Chirurgische Exzision – Manchmal wird die gesamte Läsion entfernt, insbesondere wenn die Biopsie zeigt Atypie oder wenn die Bildgebung Anlass zur Sorge vor Krebs gibt.
Viele CSLs werden zufällig entdeckt, wenn Gewebe aus einem anderen Grund entfernt wird.
Bei der Untersuchung unter dem Mikroskop weist ein CSL häufig die folgenden Merkmale auf:
Fibrose – Narbenartiges Bindegewebe im Zentrum der Läsion.
Elastose – Bindegewebe, das reich an elastischen Fasern ist und dem narbenartigen Bereich ein dichtes Aussehen verleiht.
Eingeschlossene Kanäle und Drüsen – Kleine, unregelmäßige Kanäle und Drüsen, die in das Bindegewebe eingezogen sind und das radiale (speichenartige) Muster ergeben.
Zu den weiteren gutartigen Veränderungen, die häufig im Umfeld einer CSL auftreten, gehören:
Übliche duktale Hyperplasie (UDH) – Eine erhöhte Anzahl normaler, die Milchgänge auskleidender Zellen.
Zysten – Mit Flüssigkeit gefüllte Räume.
Apokrine Metaplasie – Zellen, die Eigenschaften apokriner Schweißdrüsen annehmen.
Diese Veränderungen sind nicht krebsartig und erhöhen für sich genommen nicht das Krebsrisiko.
Wurde die Läsion in meiner Brust als komplexe sklerosierende Läsion oder radiäre Narbe diagnostiziert?
Wurden bei der Biopsie Atypien oder andere Veränderungen festgestellt?
Empfehlen Sie eine chirurgische Entfernung oder kann dies sicher mit bildgebenden Verfahren überwacht werden?
Erhöht diese Läsion mein Brustkrebsrisiko?
Wie oft sollte ich Folgemammographien oder andere Screenings durchführen lassen?