Jason Wasserman MD PhD FRCPC
November 12, 2024
Hydrosalpinx ist eine Erkrankung, bei der einer oder beide Eileiter, die die Eierstöcke mit der Gebärmutter verbinden, blockiert sind und sich mit einer wässrigen Flüssigkeit füllen. Der Begriff „Hydro“ bedeutet Wasser und „Salpinx“ bezieht sich auf den Eileiter. Diese Flüssigkeitsansammlung kann zu einer Schwellung des Eileiters führen und manchmal die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Viele Menschen mit Hydrosalpinx haben keine Symptome und entdecken die Erkrankung möglicherweise erst bei Untersuchungen wegen anderer Probleme, wie Unfruchtbarkeit. Wenn Symptome vorhanden sind, können sie Unterleibs- oder Beckenschmerzen, ungewöhnlichen Vaginalausfluss oder Unbehagen umfassen. Die Symptome können variieren, je nachdem, ob ein oder beide Eileiter betroffen sind und wie schwerwiegend die Blockade ist.
Hydrosalpinx wird am häufigsten durch eine frühere Infektion im Genitaltrakt verursacht, beispielsweise eine sexuell übertragbare Infektion oder eine entzündliche Beckenerkrankung. Andere mögliche Ursachen sind eine frühere Bauchoperation, Endometriose (eine Erkrankung, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb dieser wächst) oder Verwachsungen (Narbengewebe), die den Eileiter verstopfen und zu Flüssigkeitsansammlungen führen können.
Im Allgemeinen erhöht Hydrosalpinx selbst das Krebsrisiko nicht signifikant. In bestimmten Fällen, wenn dieser Zustand jedoch schon seit längerer Zeit besteht, können Ärzte ihn überwachen, um sicherzustellen, dass keine zusätzlichen Risiken bestehen. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen und Bildgebung können dabei helfen, etwaige Veränderungen zu verfolgen.
Die Diagnose Hydrosalpinx wird in der Regel mithilfe bildgebender Verfahren wie Ultraschall oder einer Röntgenuntersuchung namens Hysterosalpingogramm gestellt, bei der ein Farbstoff in die Gebärmutter und die Eileiter gespritzt wird, um nach Blockaden zu suchen. Manchmal wird Hydrosalpinx während einer Operation wegen einer anderen Erkrankung entdeckt. Nach der Identifizierung können weitere Tests zur Bestätigung der Diagnose beitragen.
Unter dem Mikroskop zeigt ein Hydrosalpinx Merkmale eines ausgedehnten (gedehnten) Eileiters mit einer Flüssigkeitsansammlung im Inneren. Je nach Ursache können die Wände des Eileiters dünn und vernarbt sein, mit Bereichen von Entzündung. In einigen Fällen können die normalen Zellen der Eileiterauskleidung beschädigt sein oder fehlen. Diese mikroskopischen Details helfen Pathologen, die Diagnose zu bestätigen und die zugrunde liegende Ursache zu verstehen.