
Niedriggradige Dysplasie ist eine präkanzeröse Erkrankung, die durch leicht abnorme Zellen gekennzeichnet ist, die anders wachsen als normale, gesunde Zellen. Unter dem Mikroskop betrachtet, ähneln diese abnormen Zellen immer noch stark normalen Zellen, weshalb die Erkrankung als „niedriggradig“ bezeichnet wird. Dies steht im Gegensatz zu hochgradige Dysplasie, bei der die Zellen abnormaler erscheinen und ein höheres Risiko besteht, dass sie sich in Krebs verwandeln.
Nein, niedriggradige Dysplasie ist kein Krebs. Sie gilt als präkanzerös. Das bedeutet, dass die abnormen Zellen zwar mit der Zeit krebsartig werden können, sich aber in den meisten Fällen nicht zu Krebs entwickelt. Da ein gewisses Risiko für ein Fortschreiten der Erkrankung besteht, empfehlen Ärzte in der Regel regelmäßige Kontrollen durch Screenings und Biopsien, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen, insbesondere das Fortschreiten zu hochgradiger Dysplasie oder Krebs.
Die Ursache einer niedriggradigen Dysplasie hängt davon ab, wo im Körper sie auftritt.
Häufige Ursachen sind:
Die Identifizierung der Ursache hilft bei der Entwicklung von Behandlungs- und Präventionsstrategien.
Eine niedriggradige Dysplasie entwickelt sich typischerweise sehr langsam, oft über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte, und entwickelt sich in den meisten Fällen überhaupt nicht zu Krebs. Der zeitliche Verlauf kann je nach Lokalisation und zugrunde liegender Ursache variieren. Beispielsweise kann eine niedriggradige zervikale Dysplasie aufgrund von HPV (auch LSIL) kann über 10 Jahre stabil bleiben, ohne fortzuschreiten, während sich eine Dysplasie aufgrund von chronischem Säurereflux in der Speiseröhre langsam über mehrere Jahre hinweg verschlimmern kann. Regelmäßige Kontrollen helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und so das Krebsrisiko deutlich zu senken.
Ja, eine niedriggradige Dysplasie kann sich manchmal von selbst zurückbilden, insbesondere wenn die zugrundeliegende Ursache behandelt wird. Beispielsweise kann eine niedriggradige Dysplasie verursacht werden durch HPV Die Dysplasie verschwindet oft ohne Behandlung, da das Immunsystem die Infektion bekämpft. Ebenso kann die Behandlung zugrunde liegender Probleme wie Sodbrennen oder die Raucherentwöhnung die Dysplasie im betroffenen Gewebe reduzieren oder beseitigen.
Bei einer niedriggradigen Dysplasie ist oft keine sofortige Behandlung erforderlich, außer der Behandlung der zugrunde liegenden Ursache und regelmäßiger Überwachung. Änderungen des Lebensstils, medizinische Therapien für zugrunde liegende Infektionen oder Entzündung, und regelmäßige Folgeuntersuchungen sind oft ausreichend. Wenn die Dysplasie jedoch anhält, fortschreitet oder in einem Bereich auftritt, in dem ein erhöhtes Krebsrisiko besteht, kann der Arzt die Entfernung des veränderten Gewebes oder zusätzliche Eingriffe empfehlen, um ein Fortschreiten der Dysplasie zu verhindern.