Der Begriff positiv für Malignität bedeutet, dass in der Gewebe- oder Zellprobe bei der Untersuchung unter dem Mikroskop Krebszellen sichtbar waren. In der Pathologie maligne wird zur Beschreibung von Krebs verwendet und „positiv“ bedeutet, dass etwas – in diesem Fall Krebs – gefunden wurde.
Dieser Ausdruck wird häufig bei kleinen Gewebeproben verwendet, wie z. B. Stanznadeln Biopsien, Feinnadelaspiration (FNA)und zytologische Proben, einschließlich Pap-Abstriche und Flüssigkeitsproben aus der Lunge oder dem Bauchraum.
Das Wort Malignität ist eine andere Bezeichnung für Krebs. Ein bösartiger Tumor ist krebsartig, das heißt, er hat das Potenzial, schnell zu wachsen, überfallen nahegelegenes Gewebe und metastasieren (Ausbreitung) auf andere Körperteile. Dies unterscheidet sich von einem gutartig Tumor, der sich nicht ausbreitet und nicht als Krebs gilt.
Wenn in einem Pathologiebericht „positiv auf Malignität“ steht, bedeutet dies, dass die Probe bösartige (krebsartige) Zellen enthält.
Nein. Der Ausdruck „positiv auf Malignität“ sagt lediglich aus, dass Krebs vorliegt – er gibt nicht Aufschluss über die genaue Art oder den Ursprung des Krebses. In manchen Fällen, insbesondere wenn nur eine kleine Probe verfügbar ist, ist die genaue Krebsart möglicherweise nicht sofort klar.
Zur Beantwortung von Fragen wie diesen sind zusätzliche Informationen erforderlich:
Um welche Krebsart handelt es sich (z.B. Karzinom, Lymphomden Melanom)?
Hat der Krebs an dieser Stelle begonnen (Primärtumor) oder hat er sich von einer anderen Stelle im Körper ausgebreitet (Metastasen)?
Um diese Fragen zu beantworten, Pathologen führen oft zusätzliche Tests durch, einschließlich Immunhistochemie, molekulare Tests oder genetische Untersuchungen. Ihr Arzt kann auch weitere bildgebende Verfahren oder Folgebiopsien anordnen.
Der Ausdruck „positiv auf Malignität“ kann auf viele verschiedene Krebsarten zutreffen, darunter:
Karzinom – Krebs, der in Epithelzellen entsteht, die die Haut, die Atemwege, den Verdauungstrakt und viele innere Organe auskleiden. Dies ist die häufigste Krebsart.
Lymphom – Krebs, der im Lymphsystem beginnt, das Teil des Immunsystems ist.
Melanom – Krebs, der aus Melanozyten entsteht, den pigmentproduzierenden Zellen der Haut, der Augen und anderer Schleimhautoberflächen.
Sarkom – Eine weniger verbreitete Krebsart, die im Bindegewebe wie Muskeln, Fett, Knochen oder Knorpel beginnt.
Der Begriff kann im weiteren Sinne verwendet werden, bis detailliertere Tests zur Ermittlung der genauen Diagnose durchgeführt werden können.
Ein positives Ergebnis für Malignität ist die ausgangspunkt zur weiteren Abklärung. Ihr medizinisches Team wird diese Informationen nutzen, um die nächsten Schritte zu planen. Dazu können gehören:
Identifizierung der genauen Krebsart.
Die Feststellung, ob es sich um einen primären oder metastasiertem.
Feststellen, wie weit sich der Krebs ausgebreitet hat (Staging).
Auswahl der am besten geeigneten Behandlung, die eine Operation, Chemotherapie, Bestrahlung, zielgerichtete Therapie oder Immuntherapie umfassen kann.
Abhängig von Ihrer Situation kann Ihr Arzt Folgendes empfehlen:
Bildgebende Verfahren (wie CT-, MRT- oder PET-Scans).
Blutuntersuchungen.
Ein grösseres Biopsie.
Überweisung an einen Krebsspezialisten (Onkologen).
Ihr Arzt wird Ihnen die nächsten Schritte erklären und Sie durch den Prozess der Diagnosebestätigung und des Behandlungsbeginns führen.
Welche Art von Krebs habe ich?
Wo hat der Krebs begonnen?
Brauchen wir weitere Tests, um den Typ oder das Stadium zu bestimmen?
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Sollte ich einen Krebsspezialisten aufsuchen oder zusätzliche bildgebende Verfahren durchführen lassen?