von Jason Wasserman MD PhD FRCPC
17. April 2026
A Biomarker Ein Biomarker ist ein messbares Merkmal einer Krebserkrankung – ein spezifisches Protein, eine Genveränderung oder eine andere nachweisbare Eigenschaft –, das Ärzten wichtige Informationen über den Krebs und seine Behandlung liefert. Biomarker-Tests gehören heute zu den wichtigsten Bestandteilen der modernen Krebsbehandlung. Anstatt alle Tumore desselben Organs gleich zu behandeln, nutzen Ärzte die Biomarker-Ergebnisse, um die Therapie individuell auf die Eigenschaften des jeweiligen Tumors abzustimmen.
Was sagen Biomarker Ärzten?
Verschiedene Biomarker dienen unterschiedlichen Zwecken, und viele erfüllen gleichzeitig mehrere Zwecke:
- Bestätigung der Krebsart. Manche Biomarker helfen dabei, genau zu bestimmen, um welche Art von Krebs es sich handelt – insbesondere dann, wenn Krebsarten unterschiedlicher Herkunft unter dem Mikroskop ähnlich aussehen.
- Vorhersagen, wie sich der Krebs verhalten wird. Manche Biomarker geben Aufschluss darüber, ob ein Krebs voraussichtlich schnell oder langsam wächst und ob er nach der Behandlung wiederkehren wird. Diese werden als Biomarker bezeichnet. prognostische Biomarker.
- Leitende Behandlungsentscheidungen. Dies ist die wichtigste Rolle, die Biomarker heute spielen. Manche Biomarker sagen voraus, ob ein bestimmtes Medikament bei einer bestimmten Krebsart wahrscheinlich wirken wird oder nicht. Diese werden als Biomarker bezeichnet. prädiktive BiomarkerEine KRAS-Mutation bei Darmkrebs beispielsweise lässt darauf schließen, dass bestimmte Medikamente unwirksam sein werden, während eine HER2-Überexpression bei Brustkrebs die Wirksamkeit von HER2-gerichteten Medikamenten vorhersagt. Diese Ergebnisse bestimmen direkt, welche Behandlungen angeboten werden.
- Identifizierung des erblichen Krebsrisikos. Bestimmte Biomarker – wie beispielsweise Mutationen in BRCA1 oder BRCA2 – weisen auf eine vererbte Veränderung hin, die das Krebsrisiko für den Patienten und seine Familienmitglieder erhöht.
- Überwachung auf erneutes Auftreten. Nach der Behandlung können bestimmte Biomarker im Blut über einen bestimmten Zeitraum gemessen werden, um Anzeichen für ein Wiederauftreten des Krebses zu erkennen.
Wie werden Biomarker getestet?
Biomarker-Tests werden üblicherweise an Tumorgewebe durchgeführt, das während einer Operation entnommen wurde. Biopsie oder chirurgischen Eingriffen. Die gängigsten Labormethoden sind:
Werden in meinem Pathologiebericht auch Biomarker-Ergebnisse enthalten sein?
Nicht jeder Befundbericht beinhaltet eine Biomarker-Analyse. Ob eine solche Analyse durchgeführt wird, hängt von der Krebsart, dem Stadium und den für die Behandlungsplanung benötigten Informationen ab. Bei vielen Krebsarten – insbesondere fortgeschrittenen oder solchen, für die zielgerichtete Therapien verfügbar sind – gehört die Biomarker-Analyse mittlerweile zur Standarddiagnostik. Bei anderen Krebsarten, insbesondere solchen, die im Frühstadium ausschließlich operativ behandelt werden, ist sie möglicherweise nicht erforderlich. Ihr Onkologe oder Pathologe kann Ihnen erläutern, welche Biomarker analysiert wurden und welche Bedeutung die Ergebnisse für Ihre individuelle Situation haben.
Eine detaillierte Erklärung der Biomarker-Kategorien, der Ergebnisdarstellung und der Bedeutung spezifischer Ergebnisse für verschiedene Krebsarten finden Sie im vollständigen Leitfaden: Was ist ein Biomarker? – Biomarker-Leitfaden.
Fragen an Ihren Arzt
- Wurde an meinem Tumor ein Biomarker-Test durchgeführt, und wie lauteten die Ergebnisse?
- Haben meine Biomarker-Ergebnisse Einfluss darauf, für welche Behandlungen ich in Frage komme?
- Deuten meine Ergebnisse auf eine Erbkrankheit hin, die meine Familie betreffen könnte?
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