Das Mundhöhle ist der medizinische Fachbegriff für die Mundhöhle. Sie ist der erste Abschnitt des Aerodigestivtrakts, der Luft zu den Lungen und Nahrung zum Verdauungssystem transportiert. Die Mundhöhle beginnt an den Lippen und endet am Oropharynx, dem Rachenraum direkt hinter dem Mund.
Die Mundhöhle umfasst mehrere wichtige Strukturen:
Lippen – die äußeren und inneren Oberflächen der Mundöffnung
Zunge – der bewegliche Muskel, der beim Sprechen, Schmecken und Schlucken hilft
Mundboden – der Bereich unter der Zunge
Gingiva (Zahnfleisch) – das Gewebe, das die Zähne umgibt
Wangenschleimhaut – die innere Auskleidung der Wangen
Harter Gaumen – der knöcherne Dach des Mundes
Retromolares Trigonum – der Bereich hinter den letzten Backenzähnen, in der Nähe des Unterkiefers und der Mandeln

Die Innenseite der Mundhöhle ist mit einer Schicht Plattenepithelzellen ausgekleidet. Diese flachen Zellen bilden eine schützende Barriere, das sogenannte Epithel. Unter dem Epithel befindet sich eine Stützgewebeschicht, das sogenannte Stroma, das Blutgefäße, Bindegewebe und Immunzellen enthält.
Epithel und Stroma bilden zusammen die Mundschleimhaut. Sie schützt den Mund vor Verletzungen, Infektionen und Austrocknung und ist der Ursprungsort vieler Munderkrankungen.

Die häufigste Krebsart in der Mundhöhle ist das Plattenepithelkarzinom. Dieser Krebs beginnt in den Plattenepithelzellen der Mundschleimhaut. Er kann überall in der Mundhöhle auftreten, findet sich aber am häufigsten auf der Zunge, dem Mundboden oder der Wangenschleimhaut.
Plattenepithelkarzinome der Mundhöhle werden häufig mit Tabakkonsum, Alkoholkonsum, mangelnder Mundhygiene oder langfristigen Reizungen in Verbindung gebracht. Eine frühzeitige Erkennung ist wichtig, da die Behandlung wirksamer ist, bevor sich der Krebs auf umliegendes Gewebe oder Lymphknoten ausbreitet.
Der häufigste nicht-krebsartige (gutartige) Tumor in der Mundhöhle ist das Fibrom. Es handelt sich um eine feste, glatte Wucherung, die sich meist als Reaktion auf wiederholte Traumata entwickelt, wie z. B. versehentliches Beißen auf die Wange oder Zunge. Fibrome sind nicht krebsartig und breiten sich nicht aus. Sie können jedoch entfernt werden, wenn sie Beschwerden verursachen oder das Essen oder Sprechen beeinträchtigen.
Ein weiterer häufiger, nicht-krebsartiger Tumor in der Mundhöhle ist das Plattenepithelpapillom. Dieses Wachstum wird durch eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV) verursacht und erscheint als kleine, warzenartige Beule. Wie Fibrome sind Plattenepithelpapillome gutartig und können in der Regel mit einem kleinen Eingriff entfernt werden.
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